Ulzhan: Schlöndorff zu Gast im Friedrichsbau

Alexander Ochs

"Es ist ein sehr lyrischer Film, eine Liebesgeschichte fast ohne Worte", sagt Altmeister Volker Schlöndorff über sein jüngstes Werk, das Roadmovie Ulzhan, das vergangene Woche im Friedrichsbau angelaufen ist. Am kommenden Mittwoch ist der Oscar-Presiträger bei der Vorstellung dabei.



In „Ulzhan – Das vergessene Licht“ erzählt Volker Schlöndorff von einem nahezu schweigsamen Kampf zwischen einem Mann (Philippe Torreton), der sich nach einem schweren Verlust aufgeben will, und einer Frau (Ayanat Ksenbai), die wild entschlossen ist, ihn zu retten. David Bennent, der Blechtrommler aus Schlöndorffs Meisterwerk von 1978, spielt den Dritten im Bunde, einen Schamanen, der mit seltenen Worten handelt (kein Scherz). Der Film entwickelt eine „sensationelle und suggestive Bildkraft“, schwärmt der Verleih. „Eine erhabene Hymne auf das Leben, eine Meditation.“


Das Drehbuch stammt aus der Feder von Jean-Claude Carrière, der schon für Louis Malle und Jean-Luc Godard tätig war und knapp 20 Jahre lang mit dem surrealistischen Film-Genius Luis Buñuel zusammengearbeitet hat.



Mit diesem Film hat sich Schlöndorff (Bild oben) ausnahmsweise weder einer literarischen Vorlage noch eines politischen Themas angenommen, sondern eine unspektakuläre, bildgewaltige Geschichte auf einem weißen Fleck der Kino-Landkarte inszeniert: im zentralasiatischen Kasachstan – jenseits von Borat.

Der Film wurde dieses Jahr bei den Filmfestspielen in Cannes uraufgeführt und lief auch auf dem Toronto Filmfestival und dem Filmfest München.

Mehr dazu:

  • Volker Schlöndorff: imdb
Seit Donnerstag läuft der Film im Friedrichsbau, und zwar täglich, außer Montag, um 21:15 Uhr. Am Mittwoch, 19. Dezember 2007 um 21 Uhr ist Regisseur Volker Schlöndorff bei der Vorstellung zu Gast.



Trailer: Ulzhan - Das vergessene Licht