Ultimate Frisbee: Wie der Mannschaftssport ohne Schiedsrichter auskommt

Paula Kühn

Ultimate-Frisbee ist ein bewegungsreicher Mannschaftssport, bei dem Fairplay, Spaß und Teamgeist ganz oben stehen. Die Freiburger Mannschaft heißt "Disconnection" und bietet Training für alle, die Spaß an Bewegung haben.

Aufwärmtraining: Ultimate-Trainer Jonathan ruft über den Platz. Es geht darum schnelle Richtungswechsel zu üben. Danach wird Werfen und Fangen trainiert. Die Spieler der Freiburger Mannschaft "Disconnection" verteilen sich über den Platz, werfen sich die Scheiben hin und her und üben dabei verschiedene Wurftechniken.


So funktioniert die Sportart

Ultimate-Frisbee ist ein Mannschaftssport mit bis zu 14 Spielern auf dem Platz. Punkte werden gesammelt, indem das Frisbee in der Endzone gefangen wird, die sich jeweils auf der gegenüberliegenden Seite des Startpunktes einer Mannschaft befindet. Das Frisbee darf in alle Richtungen geworfen werden, jedoch darf nicht mit dem Frisbee gerannt werden. Wer die Scheibe hat, darf maximal einen Sternschritt machen und muss sie innerhalb einer bestimmten Zeit an einen Mitspieler weitergeworfen haben.

Der Sport kommt dabei ohne Schiedsrichter aus. Geregelt wird das Spiel über einen wichtigen Grundsatz: Fair-Play. Verstößt jemand gegen die Regeln, wird das unter den Spielern ausgemacht. Und am Ende eines Turniers gibt es neben dem regulären Preis, auch einen Preis für faires Spiel und Teamgeist: den Spirit-Preis. Das sorgt für gute Stimmung auf dem Platz. "Zum Beispiel, wenn jemand ganz knapp die Scheibe noch in der Endzone fängt und alle jubeln, auch die Gegenmannschaft", erzählt Trainer Jonathan Günther.

Viele kommen über Umwege zum Frisbee

Ursprünglich war Jonathan Handball-Spieler und ist über Umwege zum Ultimate-Frisbee gekommen. Inzwischen trainiert er die Freiburger Mannschaft "Disconnection". Tatsächlich gibt es in der Sportart nur wenige, die nicht vorher irgendeinen anderen Mannschafts-Sport betrieben haben. Die meisten Mitspieler rekrutiert das Team im Uni-Sport. Dort bieten Jonathan und einige andere geübte Frisbee-Spieler Trainings an. Aber auch zu den regulären Trainings ist jeder herzlich eingeladen. Dreimal darf man schnuppern kommen, danach sollte man sich überlegen, ob man einsteigen will oder nicht.

Es gibt keine feste Kernmannschaft

Disconnection hat keine Kernmannschaft. Kommen kann jeder und jede, der Freude an Bewegung und einem von Fairplay und Teamgeist geprägten Mannschaftssport hat. Ultimate-Frisbee ist ein Mixed-Game. Das heißt hier spielen Frauen und Männer in einer Mannschaft gemeinsam - es sei denn es handelt sich um reine Männer- oder Frauenmannschaften. Disconnection ist eine gemischte Mannschaft und es spielen etwa zwei drittel Männer und ein drittel Frauen.

Die Mannschaft spielt in der zweiten Bundesliga, hat aber Zeug in die erste aufzusteigen. Disconnection ist aber auch außerhalb der Bundesliga auf Turnieren in ganz Deutschland und Europa unterwegs: Bibione in Italien, Paganello, Célésta, Bremen, Konstanz.

Alles gut, so lange es keinen Schiri gibt

Ultimate-Frisbee ist längst international geworden. 2015 fanden beispielsweise die Beach Weltmeisterschaften in Dubai statt. Ob es professionalisiert werden sollte? "Klar", sagt Jonathan, "solange das ohne Schiedsrichter geht."
Ultimate Frisbee ausprobieren

Im Sommer ist offenes Training:
  • Jeden Montag, 18 bis 19.30 Uhr, PTSV Jahn, Schwarzwaldstraße 187-189
  • Jeden Mittwoch, 17-18.30 Uhr, Unisport, Schwarzwaldstraße 117A
Für jedes Training ausserhalb des Unisports wird ein schwarzes und ein weißes Shirt sowie eine Scheibe benötigt.

Mehr Informationen auf der Website von Disconnection.