Über 100 Spurenträger im Auggener Mordfall

David Weigend

Trotz intensiver Nachforschung fehlt der Polizei immer noch ein entscheidender Hinweis, der den Mord an der 13jährigen Schülerin aufklären könnte. Die Geländeuntersuchung an ihrem Fundort wurde gestern Abend abgeschlossen. Über 100 Spurenträger liegen nun zur Untersuchung im rechtsmedizinischen Institut.

Die 61 Ermittler der Sonderkomission haben am Montagmorgen um 6 Uhr mit uniformierten Kollegen begonnen, die Nutzer des Radwegs zwischen Auggen und Neuenburg zu befragen. Die meist jungen Leute erhielten von den Beamten Handzettel mit den wichtigsten Fragen. Die Aktion war gegen 9 Uhr beendet. Danach hingen die Ermittler Plakate mit gleichem Inhalt auf - in Auggen, Neuenburg und im Randbereich von Müllheim.


Am Montagmorgen erfolgte in den Schulen von Neuenburg eine Befragung all der Schüler(innen), die regelmäßig oder sporadisch den Wirtschaftsweg benutzen, auf dem das 13jährige Opfer am Tag des Verbrechens unterwegs war (Freitag, 20. April). Fast 100 Kinder gaben Auskunft. Diese Hinweise werden derzeit überprüft.

Das Spurenaufkommen umfasst momentan deutlich über 200 Hinweise.  Abgeschlossen wurde am Montagabend auch die Geländeuntersuchung im weiträumigen Umkreis des Fundorts des Leichnams. Eine Vielzahl möglicher Spurenträger (über 100 Asservate), vom Zigarettenstummel bis zu leeren Flaschen, sammelten die Ermittler. Die Asservate liegen nun im rechtsmedizinischen Institut in Freiburg. Dort sollen sie auf Tatspuren hin untersucht werden.