UB-Umzug: Führung über die Stadthallen-Baustelle

Helena Barop

Die alte UB ist hinüber, eine neue wird gebaut und die Studierenden müssen bis zu ihrer Fertigstellung in der Stadthalle lesen und lernen. Wie wird das Bibliotheks-Provisorium aussehen? Wie ist der Umzugszeitplan? Und: Was bedeutet der Umzug für die Studierenden?



Die UB ist baufällig, schlecht belüftet und für die technische Ausstattung aus den 70ern sind Ersatzteile nicht mehr lieferbar. Statt das Gebäude mühselig Stück für Stück zu sanieren, während der Bibliotheksbetrieb weiterläuft, hat man sich für eine Auslagerung der Bibliothek in die Stadthalle entschieden. So wird die Sanierung schneller gehen, doch gleichzeitig bedeutet die Auslagerung für die Studierenden eine Umstellung.


Die Stadthallen-UB

Bis Ende April wird die Stadthalle zur Erstatz-UB umgebaut. Im ehemaligen Zuschauerraum wird eine Zwischendecke eingezogen, auf der 180 Lesepläzte entstehen.



Weitere 169 Leseplätze entstehen auf den Tribünen, von denen aus die Lernenden auf den Saal hinunterblicken können.

Mit 150 000 Bänden kommen die Lesesäle im Zuschauerraum und auf der Bühne unter. Das Freihandmagazin wandert in das ehemalige Stuhllager der Stadthalle.

Auch für Gruppenarbeitsräume ist gesorgt. Der kleine Hunger wird durch ein Automatencafé (nicht etwa nur durch einen Kaffeeautomaten) gestillt, das in der ehemaligen Freiburgbar untergebracht werden soll.



Was bedeutet der Umzug für die Studierenden?

Unter den Studierenden wird über den UB-Umzug gemurrt. Die Entfernung von den Hauptgebäuden der Universität beträgt sieben Minuten mit der Straßenbahn, auf Sonderkonditionen für die Verbindung zwischen Universität und Stadthalle ließ sich die VAG Freiburg nicht ein. Die Fläche der provisorischen Bibliothek ist etwas mehr als halb so groß wie die der alten. Die Leihstelle für bestellte Bücher aus dem Magazin, das Rechenzentrum, das New Media Center und die Verwaltung bleiben zwar in der Rempartstraße 10-16, doch für Bücher aus dem Freihandmagazin und aus den Lesesälen ist die Fahrt zur Stadthalle nicht zu vermeiden.

Der Umzug hat jedoch auch Vorteile. Der 24-Stunden-Service ermöglicht es den Studierenden mit ihrer Unicard um jede Uhrzeit die Lesesäle und Computerarbeitsplätze zu nutzen. Außerdem: Dass die UB saniert werden muss, ist offensichtlich. Eine schnelle Sanierung mit Lernmöglichkeiten in der Stadthalle ist da einer endlosen Baustelle und Prüfungsstress mit Presslufthammer wohl vorzuziehen.



Der Zeitplan

April 2008: Die Vorbereitungen in der Stadthalle werden abgeschlossen. Die ersten Umzugsarbeiten beginnen, der UB-Betrieb wird jedoch noch nicht spürbar beeinflusst.

22. September 2008: Nach Ende des Semesters und der Examensprüfungen macht die UB eine Woche lang zu und die Lesesäle werden in die Stadthalle ausgelagert. Ausleihe ist in dieser Zeit nicht möglich. Oktober 2008: Die Bauarbeiten an der UB beginnen, sichtbare bauliche Veränderungen werden allerdings nicht vor Juli 2009 erwartet.

2012? Der Bau der neuen UB soll abgeschlossen sein. Ob dieser Plan eingehalten werden kann, will Karl-Heinz Bühler vom Universitätsbauamt nicht versprechen. Die Pacht der Stadthalle läuft für vier Jahre, sie kann aber problemlos verlängert werden.

Mehr dazu:

fudder.de: Büffeln in der provisorischen UB