Tocotronic bei Imfluss: Aus einem Guss

Alexander Ochs

Auf dem Imfluss-Konzertfloß vor dem Kleinbasler Rheinufer haben Tocotronic am Schweizer Nationalfeiertag bei Gluthitze ein überragendes Set gespielt. Selten hat man die Jungs so entspannt gesehen:



Echsengleich aalen sich die Zuschauer schon lange vor Beginn des Gigs auf den glühend heißen Stufen am Rheinufer, gleich neben der Mittleren Brücke. Tiefenentspannt ist die Stimmung, und halb Freiburg ist dabei. „Wenn wir ein bisschen auf Distanz gehen, dann liegt das nicht an euch”, scherzt Bassmann Jan. Bester Spruch des Tages – zugleich sein einziger. Volltreffer!


Während ständig Schwimmer mit ihren Wickelfischen rasant durch die Strömung treiben, liefern die vier Indierocker auf der schwimmenden Bühne des ImFluss-Festivals in ausgelassener Spiellaune ein überragendes Set ab.

Vollkommen gelöst bringen sie einen Protest-, Revolutions- oder Revolte-Knaller nach dem anderen: „Abschaffen“, „Aber hier leben, nein danke“, „Sag alles ab“. Doch auch zu den Anfängen kehren sie zurück mit „Ich möchte irgendetwas für dich sein“, Drüben auf dem Hügel“ (dem Basler Münsterplatz?), „Jungs, hier kommt der Masterplan“ und „Freiburg“.

Irgendwie hat sogar der Basler Stadtrat etwas von der einzigartigen Stimmung mitbekommen und lässt die Jungs nach 90 Minuten noch einen letzten Song spielen. „Kapitulation“. 



Setlist

Wie wir leben wollen
Let there be Rock
This Boy is Tocotronic
Sag alles ab
Abschaffen
Die Revolte ist in mir
Gegen den Strich
Drüben auf dem Hügel
Ich will für dich nüchtern bleiben
Exil
Aber hier leben, nein Danke
Macht es nicht selbst
Jackpot
Hi Freaks
Ich möchte irgendetwas für dich sein

Zugaben
Jungs, hier kommt der Masterplan
Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen
Freiburg
Kapitulation

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