Tischkicker: Aufklärung mit Griffgummis

Isabel Kiely

Die Sieger der Gala des Sports am Samstagabend: Melanie Behringer, Moritz Milatz und die Junioren des EHC Freiburg. Das eigentlich Spannende spielte sich aber im Foyer des Konzerthauses ab. Dort konnten sich die Gäste nämlich selbst sportlich betätigen. Zum Beispiel am Kickertisch.



Im Foyer des Konzerthauses konnten die Besucher exotische Sportarten wie „Pen Spinning“ und „Disc Golf“ ausprobieren. Dagegen waren die Kickertische schon fast wieder Oldschool. Beim Tischfußball herrschte aber Andrang: Herren in Anzügen, Damen in eleganten Abendkleidern und fein herausgeputzte Kinder wollten auch mal gegen die Profis spielen.




Dass für die entscheidende Kombination aus Schnelligkeit, Koordination und Taktik hartes Training erforderlich ist, wird sichtbar, wenn man die Profis spielen sieht. Bestimmte Spielzüge trainieren sie stundenlang. Das Können verursacht bei den anwesenden Laien große Bewunderung. In vielen Fällen ist nicht ersichtlich, wie der Ball so schnell ins Tor gelangt.

Die Gäste der Gala sehen, wie die Spieler den Ball geschickt durch die Reihen passen, um ihn dann zwischen den Männchen in der vordersten Reihe hin und her zu schieben, bis sich in der gegnerischen Abwehr eine Lücke auftut. Zack, Tor. „Diese Präzision und Schnelligkeit, man sieht den Ball kaum und schon ist er im Tor“, sagt eine Zuschauerin.



Der 12-jährige Jan aus Haslach nutzte die Gelegenheit, mit den Profis zu üben. Die 8-jährige Romy schaffte es im Laufe des Abends, ihre ganze Familie an den Kickertisch zu holen. „Freiburg ist eine Hochburg des Tischfußball. Es lohnt sich, damit anzufangen“, sagt Wolfgang Studier vom Tischfußballverein Südbaden. Studier erklärte den Gästen einiges zu seinem Sport. Zum Beispiel, dass Golf- oder Baseball-Handschuhe ebenso wie Griffgummis für bessere Spielbedingungen sorgen. Neben Tipps zu Pässen und Schüssen gab er Infos zu Kickermöglichkeiten in der Nähe.



Den Status des Kickerns als Sportart zu stärken ist eines der Ziele des seit 2002 bestehenden Tischfußballvereins Südbaden. Dass sich dies in Freiburg zunehmend bewährt, wird unter anderem an den aktuell stattfindenden Kicker-Stadtmeisterschaften deutlich. Das Image des reinen Kneipensports scheint überholt.

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