Tinychat: Instant-Chatroom für unterwegs

Christoph Müller-Stoffels

Es gibt Anwendungen im Netz, die sind so simpel, dass sie an Genialität fast nicht zu übertreffen sind. Es sind Ideen, die so logisch sind, dass es fast weh tut, nicht selbst darauf gekommen zu sein. Tinychat ist so eine Anwendung. Chatrooms für unterwegs, chatrooms für überall. Und nun auch chatrooms für Twitter.



Tinychat wird dann attraktiv, wenn man nicht immer Zugriff auf seinen bevorzugten Chatroom hat, wenn dieser vielleicht nicht für alle zugänglich ist oder mit manchen Programmen nicht interagieren kann. Tinychat soll da Abhilfe schaffen. Angeboten werden, wenn man so will, Instant-Chatrooms, die man schnell und von jedem Computer mit Internetzugang aus erstellen und ebenso schnell wieder verwerfen kann. Die Chat-History wird nicht gespeichert.


Erst vor gut einem Jahr wurde das Unternehmen aus Amherst, MA, auf den Weg gebracht. Inzwischen verzeichnet es beachtliche Zuwächse: eine halbe Million Unique Visitors und deutlich mehr Zugriffe insgesamt. Dadurch, dass die gesamte Anwendung ausschließlich Web-basiert ist, nichts herunter geladen werden muss und eine Anmeldung entfällt, wird es nutzerfreundlich.

Mindestens ebenso attraktiv ist die Möglichkeit, einen Tinychat-Room in das eigene Blog oder die eigene Website zu integrieren. Ein Embed-Code wie bei Youtube-Videos macht es möglich. Seit kurzem kann man sogar auf der eigenen Twitter-Page einen Chatroom einrichten.



Mitchatten kann dann entweder jeder, der Lust und Laune verspürt oder jeder, der eingeladen wird. Das obliegt einzig dem, der den Raum eingerichtet hat. Auf der Tinychat-Website sind einige öffentliche Räume gelistet, deren Namen in der Regel schon für sich sprechen. Manche haben mit Sex zu tun, andere haben Selbsthilfe oder Stars wie Michael Jackson zum Thema. Es kann übrigens nicht nur getextet werden, auch Audio- und Videofunktionen stehen zur Verfügung, was Tinychat für interkontinentale Gespräche interessant macht.

Neben der Möglichkeit der Twitter-Einbettung arbeitet das Unternehmen an einer ähnlichen Version für Facebook, wie Mitgründer Michael Stern auf Techcrunch zitiert wird. Bereits jetzt gibt es eine Tinychat-Version von Chatroulette, Tinychat Next. Diese verlangt allerdings, dass man sich mit Facebook verbindet.

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