Tierquälerei auf Freiburgs Autobahn

Adrian Hoffmann

In der Nacht auf Freitag haben Beamte des Fahndungsdienstes des Autobahnpolizeireviers Umkirch einen Viehtransporter aus den Niederlanden kontrolliert: Viele Ferkel auf der oberen Ladeebene hatten deutlich zu wenig Platz, außerdem war die Tränkeeinrichtung nicht in Betrieb. Die Ferkel sind zum Teil übereinander gesprungen und hatten reichliche Kratzwunden auf den Rücken davongetragen. Der Transporter war auf dem Weg nach Spanien.Die Tiere waren bereits mehr als zwölf Stunden unterwegs. Der Fahrer scheute, so gab er der Polizei Auskunft, den reichlichen Harnanfall der Tiere und die damit verbundenen Reinigungsarbeiten. Die Überprüfung der Unterlagen ergab dann, dass den 1024 transportierten Ferkeln insgesamt nur 120 Quadratmetern Fläche zur Verfügung standen. Somit kamen im Schnitt acht bis neun Tiere auf einen Quadratmeter. Üblicherweise beträgt der Platzbedarf bei solchen Transporten 0,2 Quadratmeter für ein circa 25 bis 30 Kilogramm schweres Tier.Aufgrund der in der Vernehmung eingeräumten Kenntnis des Fahrers, dass er zu viele Tiere geladen und auf der langen Wegstrecke nach Spanien ihnen dadurch länger anhaltende Schmerzen bzw. Leiden zufügt, wurde gegen ihn ein Strafverfahren wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet. Außerdem wurde veranlasst, dass nach der nächsten Futter- und Tränkpause ein Teil der Ferkel auf ein weiteres Fahrzeug verladen wird.