This will destroy you im White Rabbit: Meditative Musikwellen

Julia Bauer

Das Kellergewölbe des White Rabbit leuchtet beim gestrigen Konzert der Post-Rock Band This will destroy you im schummrigen Rot. Trotz war der Gig fast ausverkauft. Julia war für fudder dabei.



This will destroy you zieht vornehmlich „älteres“ Publikum an, auffallend ist die bunte Mischung: vom Wildtätowierten, über bebrillten Karohemdträger bis hin zum Langhaar-Hippie ist alles vertreten. Als der wummernde Bass den Beginn des Konzerts ankündigt, kann man eine eigenartige Bewegung im Publikum beobachten. Die sphärischen Klänge, untermalt mit durchgehendem Bass scheinen alle gleichermaßen zu berühren und in eine Art andächtige Starre zu versetzen.

Wenn man sich umschaut, sieht man Menschen mit einem glückseligen Lächeln auf den Lippen, die sich mit geschlossenen Augen der Musik hingeben. Die Lieder bauen sich langsam auf, beinah meditativ schaukeln sie ihrem musikalischem Höhepunkt entgegen und das alles ohne Worte. Die Band lässt eine Atmosphäre entstehen, die sich nur schwer zwischen Endzeitstimmung und kompletter Verzückung eingliedert lässt.



Man verliert schnell den Überblick, wann ein Lied aufhört oder beginnt, alles geht fließend ineinander über. Auch die vier Bandmitglieder sind komplett vertieft in ihre Musik und wenden sich erst gegen Ende des Konzerts ans Publikum.

Dennoch verflüchtigt sich die anfangs so meditative Stimmung nach etwa vier 10-Minuten- Stücken und rege Unterhaltungen setzen ein. Es scheint, als wirke die Musik der Texaner auf die meisten doch ein wenig zu monoton. Hier und da schlummern ein paar sogar selig ein und Sätze wie „ Naja, klingt ja alles irgendwie gleich…“ werden hörbar.

Nachdem das Konzert vorbei ist, wirken einige Zuhörer wirklich ein wenig zerstört. This will destroy you haben ihrem Namen also alle Ehre gemacht.

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Foto-Galerie: Martin Neumann


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