Theatergruppen-Album (2)

Kristina Bieda

Neben den bekannten "festen" Spielstätten wie Stadttheater, E-Werk oder Wallgrabentheater gibt es in Freiburg viele freie Theatergruppen. Deswegen stellen wir im Theatergruppen-Album regelmäßig freie, studentische oder Schüler-Theatergruppen vor. Heute: die Immoralisten.





Wie ist eure Theater-Gruppe entstanden?

Die Immoralisten wurden 2001 als Studententheater gegründet und haben danach in wechselnden Besetzungen circa zwei Stücke im Jahr produziert. Schon die zweite Inszenierung, Hofmannsthals Elektra, wurde von der Presse begeistert besprochen. Die Gruppe hat sich daraufhin vor allem für modernes, anspruchsvolles Theater interessiert, will aber auch ihre Verbundenheit zur absurden Komödie nicht verleugnen.

Zahlreiche Gastspiele im Baden-Württembergischen Raum gehören ebenso zur Geschichte wie der Sonderpreis, den wir im Rahmen des Theaterwettbewerbs freispiel 2006 mit dem innovativen Live-Hörspiel Das hohe Fenster nach Raymond Chandler gewinnen konnten. Seit diesem Jahr sind wir professionell in der freien Szene tätig und mischen mit drei großen Projekten, unter anderem am Stadttheater Freiburg und beim Ebneter Kultursommer und jetzt im Februar mit Wolfgang Hildesheimers Nachtstück bei den Schönen der Nacht, gleich richtig fest im Freiburger Kulturleben mit. Eine diesjährige Förderung durch die Landesstiftung freier Theater  Baden- Württemberg ehrt uns besonders.

Wann ist eure Gruppe entstanden?

2001

Wer leitet eure Gruppe?

Der Freiburger Regisseur Manuel Kreitmeier.



Was für Stücke führt ihr so auf?

Zum unserem Repertoire, die wir uns bereits mit unserem Namen als unkonventionelle und experimentierfreudige Truppe verstehen, gehören neben Klassikern der Repertoireliteratur (beispielsweise Jean-Paul Sartres Geschlossene Gesellschaft oder Harold Pinters Der Liebhaber) immer wieder ungewöhnliche Theaterexperimente wie Eugene O´Neills Familientragödie „Gier unter Ulmen“ oder der Djuna Barnes Abend „Vor die Hunde gehn“.

Am längsten dabei sind/waren...

Florian Wetter, der bei uns viele wichtige Rollen gespielt hat und mit seinem expressiven Ausdruck ein echter Ausnahmeschauspieler ist, und die Schweizer Schauspielerin und E- Werk Absolventin Nadia Odermatt, die zuletzt am Stadttheater Freiburg als Mary Stuart Presse und Publikum gleichermaßen begeistern konnte.



Wie oft probt ihr?

Ca. dreimal die Woche. Vor Premieren natürlich rund um die Uhr.

Bisherige Erfolge?

Unsere größten Erfolge konnten wir mit Das hohe Fenster am Wallgrabentheater und natürlich mit unseren Gastspielen 2007 am Freiburger Stadttheater mit Wolfgang Hildesheimers Mary Stuart verbuchen.
Die Einladung zum Ebneter Kultursommer 2008 freut uns natürlich besonders.

Nächstes Projekt?

Im Moment Nachtstück von Wolfgang Hildesheimer bei den Schönen der Nacht im E- Werk, und am 22. und 29. Februar Der Untergang des Hauses Usher im Atelier des Malers Konrad Losch in Leutersberg.

Wer kann mitmachen?

Die Besetzung wird vom Regisseur je nach Stück vorgenommen. Mittlerweile sind ausschließlich ausgebildete Schauspieler und Schauspielschüler bei uns dabei.



Mehr dazu:


Was:
Immoralisten, Nachtstück
Wann: 8. und 9. Februar & 14.-16. Februar, 20.30 Uhr
Wo: Die Schönen der Nacht, E-Werk