The Freiburg Review: Warum es bald eine deutsch-englische Literaturzeitschrift aus Freiburg geben soll

Nicole Schneider

"Call for submissions" steht auf den Plakaten, die zur Zeit nicht nur in der Uni, sondern auch in vielen Freiburger Cafés hängen. "Neu - Bilingual - Literarisch". Das Literaturmagazin "The Freiburg Review" sucht für seine erste Ausgabe noch Beiträge. fudder-Autorin Nicole Schneider hat zwei der Herausgeberinnen getroffen:



Wenn sie einmal angefangen haben über ihre Liebe zu erzählen, hören sie nicht mehr auf: Englische Literatur. Davon sind Leonie Wanitzek und Sarah Link fasziniert. Jetzt wollen sie auch andere Freiburger dafür begeistern.


Im November wollen die beiden Masterstudentinnen in "English Literatures and Literary Theory" mit einem sechsköpfigen Team ein rund 50 Seiten Heft „The Freiburg Review“ mit englischen und deutschen Texten herausbringen. Jeder kann seine Arbeiten einschicken, solange sie einen Bezug zu Freiburg haben. „Man kann uns Short Storys, Poetry, Non-fiction oder auch Artwork senden, wir freuen uns über alle Beiträge,“ sagt die 23-jährige Leonie.

Die beiden Studentinnen arbeiten regelmäßig in einer Gruppe für kreatives Schreiben mit anderen englisch-affinen Menschen aus der ganzen Welt, um selbstgeschriebene Texte zu lesen. Daraus ist auch die Idee zu „The Freiburg Review“ gekommen. „Wir sind super neugierig, was andere Leute schreiben,“ sagt die 25-jährige Sarah. Leonie ergänzt: „Wir haben selber so viel Spaß am Schreiben und am Lesen und wollen das mit anderen teilen und eine Plattform bieten, um die Geschichten zu teilen."

„Man kann mit Literatur andere Blickwinkel und Perspektiven kennenlernen,“ sagt Sarah begeistert. Auch Leonie ist von Literatur fasziniert: „Texte geben den besten Einblick in zwischenmenschliche Beziehungen und wie Menschen die Welt wahrnehmen. Literatur hat psychologische, kulturelle, ästhetische und soziale Aspekte. Sowas kann nur das geschriebene Wort.“

Noch bis 31. August 2014 können Autorinnen und Autoren ihre deutschen oder englischsprachigen Texte einschicken. Short Storys dürfen zum Beispiel bis maximal 3.000 Wörter lang sein, Non-Fiction-Texte wie Essays, Meinungsstücke, Interviews oder Reiseberichte bis 1.500 Wörter. Auch Comics und Graphic Storys sind erwünscht.

Das Team um Sarah und Leonie wählt die besten Beiträge für die Veröffentlichung aus; je nachdem, wie lang die Texte sind, hoffen sie, zwischen zehn und fünfzehn Arbeiten zu veröffentlichen. Honoriert werden die Beiträge nicht, der beste Beitrag wird aber von den Herausgeberinnen und Herausgebern mit einem kleinen Preis belohnt. 100 bis 200 Exemplare wollen die Freiburg-Review-Macher mit Hilfe des Unidrucks und mit Förderung des englischen Seminars drucken. Der Preis des Hefts soll im Bereich von 1,50 Euro liegen.

„Uns ist es wichtig, dass wir uns nicht nur an Studenten richten, sondern auch an die internationale Community in Freiburg oder alteingesessene Freiburger,“ sagt Leonie. Vorerst hat das Team nur eine Ausgabe geplant, wenn „The Freiburg Review“ gut ankommt, können sich die Herausgeber aber vorstellen, weitere Ausgaben herauszubringen.

Der Name „The Freiburg Review“ ist angelehnt an „The Paris Review“. Die Literaturzeitschrift wurde 1953 in Paris gegründet und veröffentlicht literarische Werke von überwiegend amerikanischen aufstrebenden Autoren. Daran messen will sich „The Freiburg Review“ aber nicht.

The Freiburg Review

Einsendeschluß ist der 31. August 2014

Kontakt: freiburgreview@gmail.com  
Mehr dazu: