Tätowierer aus Südbaden zeigen ihre Lieblingsstücke

Hannah Fedricks Zelaya

Dotwork, Black-and-Grey, Samoa-Style und Aquarell: Tätowierer aus Südbaden zeigen Arbeiten vor, auf die sie besonders stolz sind.

Martin Celentano,aka Matti MattSchwarz

33, Fuchsbau Tätowierhandwerk, Freiburg und Berlin

Matti MattSchwarz
  • Auf dieses Tattoo bin ich besonders stolz:
    Ich mag Coverups bei denen ich in meinem Stil komplett ausschöpfen kann, zum Beispiel komplette Dotwork oder Blackwork-Arme oder -Rücken.
  • Dieses Tattoo wollte ich schon immer mal machen:
    Tattoos, die ich gerne machen will poste ich immer auf meiner und auf der Fuchsbau-Facebookseite, da bekommt man immer Vorschläge von mir, worauf ich grade Lust habe das nenne ich "Wanna-do".
  • Das würde ich am liebsten nicht mehr machen: Tattoos, die ich nicht mehr machen möchte gibt es so nicht wirklich. Ich finde auch kleine Tattoos spannend und manchmal sieht ein Tattoo vielleicht leicht aus, ist es aber nicht. Es gibt aber Tattoos, die ich nicht machen kann, weil sie nicht meinem Stil entsprechen. Diese können dann aber meistens bei uns ständig kommenden Gäste machen. So bekommen unsere Kunden immer das bestmögliche Tattoo.

Tomasi Suluape

43, Tatau Samoa, Freiburg

Tatau Samoa
  • Auf dieses Tattoo bin ich besonders stolz:
    Meine Wahl fällt auf das traditionelle samoanische Pea(sogaimiti)/die Ganzkörpertätowierung von meinem Kunden, da es in traditioneller Technik ausgeführt ist und die kulturelle Identität der samoanischen Tattoo und Gesellschaftsstruktur darstellt sowie die familiären Wurzeln der Familie widerspiegelt.
  • Dieses Tattoo wollte ich schon immer mal machen:
    Die schwierigste Form der Tätowierung und Ausübung mit den traditionellen Samoanischen Instrumenten. Das ist die Letzte große Prüfung bevor man sagen man ist ein traditioneller Samoanischer Tätowierer.
  • Das würde ich am Liebsten nicht mehr machen: Was ich nicht machen möchte, sind Portraits oder irgendwelche andere Mainstreamarbeiten, die aus Büchern schon Hunderte oder manche schon Tausende Male auf andere aufgebracht wurden.

Kai Fischer

37, Farbflut Tattoo World, Denzlingen, bald Waldkirch

Kai Fischer
  • Auf dieses Tattoo bin ich besonders stolz:
    Stolz ist ein Ausdruck, den ich ungern verwende. Wenn man Stolz auf etwas ist, was man selbst gemacht hat, dann besteht die Gefahr, dass man sich darauf ausruht und nicht mehr weiter entwickelt. Ich würde eher sagen, es ist mir gut gelungen und gefällt mir, dennoch ist es ausbaufähig. Ich bin eher ein bescheidener Mensch.
  • Dieses Tattoo wollte ich schon immer mal machen:
    Ich habe das Glück. überwiegend nur größere Tätowierungen zu stechen, die über einige Sitzungen andauern. Somit kommen die tollen Projekte von alleine ins Haus geflattert. Ich bin da sehr offen!
  • Das würde ich am Liebsten nicht mehr machen: Ich lehne Tattoos ab, weil ich den jeweiligen Stil nicht kann wie zum Beispiel farbigen Realismus oder weil ich’s nicht gerne steche, wie zum Beispiel Maori-Tattoos und was da noch dazu gehört. Also "am liebsten nicht mehr" gibt’s bei mir nicht. Entweder ich mache es, oder nicht.

Heiko Hacker

32, Blutkunst Tattoo, Freiburg

Heiko Hacker
  • Auf dieses Tattoo bin ich besonders stolz:
    Meine Skizzen- und Aquarellsachen. Die Mischung aus schwarzen Skizzen und Farbverläufen gibt mir die Möglichkeit, Motive neu umzusetzen.
  • Dieses Tattoo wollte ich schon immer mal machen:
    Eine richtig große, bunte Qualle in meinem Stil.
  • Das würde ich am Liebsten nicht mehr machen:
    Einen anderen Job, denn mein Beruf verbindet Handwerk mit Kreativität und Kunst. Außerdem lerne ich jeden Tag interessante Menschen und deren Geschichte kennen.

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