Summary: Ein Film über Freiburgs Bike-Szene

Lisa Bannert

Frühjahr 2007: Achim, Student der Medieninformatik, sieht einen Sportfilm und stellt fest: "Das sieht geil aus". Er spricht seinen Kommilitonen Benjamin an: "Lass uns einen Sportfilm machen." Am 11.Juli dieses Jahres feierte ihr Film "Summary" über die Freiburger Bikerszene Premiere und das siebenköpfige Team erhielt den Medienpreis ihrer Fakultät für das Gesamtwerk in der höchsten Kategorie.



Einen Film über Mensch, Natur und Sport wollten die zwei Studenten Benjamin Wiedenbruch (21) und Achim Dold (22) im Rahmen eines zweisemestrigen Projektstudiums machen. Als Kulisse den Schwarzwald und Freiburg. So kamen sie auf den Radsport. Fünf weitere Studenten der Medieninformatik und Onlinemedien von der FU Furtwangen schlossen sich an.


„Was ist als Student möglich? Wie gut kriegt du es hin?“ waren die Fragen die den Projektleiter Benjamin antrieben. Der Anspruch war von Anfang an hoch: „Analog zu professionellen Firmen sollte unserer Film entstehen“, sagt er. Die Studenten bauten aus der Leiter vom Hausmeister der Universität eine Leiter Dolly, eine Kamera die auf einer Schiene geführt wird. Der Student und Kameramann Janosch Kilpper (22) beschäftigte sich ein Wochenende mit einer Steadycam, um dessen Stabilisator für die Kamera perfekt auszutarieren.



"Wir mussten uns auch erst in die Szene einfinden“ sagt Benjamin. Dazu trafen sie sich zum ersten Mal mit den Fahrern in der Freiburger Kneipe „Walfisch“. Wirklich Ahnung hatte das Team vom Radsport damals nicht und sie mussten sich erst Mal erklären lassen, über was sie da eigentlich drehen wollen. Nach der Freiburger Bikeszene hat sich auch die Auswahl der vier Sportarten Freeride, Trial, Street und Dirt gerichtet. Die Sportler zeigten sich von der Idee der jungen Filmemacher sofort begeistert und zeigten Ausdauer wenn es hieß, noch einmal den Berg hoch für eine zweite Kameraeinstellung.



„Einen Arsch voll Arbeit“ so beschreibt Benjamin das zweite Semester des Projektstudiums. Technische Fragen, beispielsweise: Wie kann man einen Radfahrer, der mit großer Geschwindigkeit den Schauinsland runterpest, begleiten, wurde mit einem 80 Meter langen Seilsystem gelöst, an dem die Kamera mitfuhr. Schritt für Schritt kamen die Studenten ihrem Ziel eines professionellen Filmes näher. Aus den anfänglichen 45 Minuten zum Aufbau eines Alukrans für die Kamera wurden 10 und aus dem internen Namen „Radsport-DVD“ wurde die eigene Produktion „Bildwerkfilm“.

Das Projekt besteht aus zwei Teilen. Einmal der Film, der den Sport und die Menschen dahinter porträtiert, und dann der interaktive Informationsbereich, der als Bonusfeature folgt. Der Film soll das Interesse wecken, das Bonusmaterial weiter informieren.



Aus den 80 Bändern Bildmaterial hat das Team nicht nur ein technisch beeindruckendes Werk geschaffen. Neben Action und Natur zeigt der Film die Menschen hinter dem Sport, ihre Leidenschaft und ihr Lebensgefühl.

„Die Anfangsidee passte auf einen Bierdeckel“, sagte Benjamin. Nun ist daraus eine 32-minütigen DVD geworden, mit der die Studenten noch gar nicht so genau wissen was anzufangen. Der Plan: Der Verkauf der DVD und damit die Basis für einen zweiten Film schaffen.

Mehr dazu:

Web: Bildwerkfilm

Trailer: Summary