Suiziddrohung auf Facebook löst Großeinsatz aus

Simone Lutz

In Freiburg hat eine 16-Jährige auf Facebook angekündigt, sich das Leben nehmen zu wollen. Die Drohung löste eine groß angelegte Suchaktion aus - samt Hundestaffel und Hubschrauber aus Stuttgart.



In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden Anwohner im Freiburger Osten aufgeschreckt: Eine halbe Stunde lang, von 23.15 bis 23.45 Uhr, kreiste ein Polizeihubschrauber über der Sternwaldwiese und Umgebung. Grund dafür war eine Suiziddrohung: Eine 16-Jährige, die sich in der Nähe der Sternwaldwiese befand, hatte im sozialen Netzwerk Facebook angekündigt, sich selbst töten zu wollen. Die Polizei nahm diese Drohung ernst und suchte nach ihr.


In Gang gesetzt wurde auch eine Hundestaffel mit zwei speziell ausgebildeten Personenspürhunden, sogenannten Mantrailern. Zusätzlich startete von Stuttgart aus ein Polizeihubschrauber, der eine halbe Stunde lang die Wiehre und Umgebung absuchte. Der Hubschrauber musste die Suche nach dem Mädchen allerdings nach einer halben Stunde wegen des Wetters abbrechen.

"Der personelle Aufwand war hoch", sagt Polizeisprecherin Laura Riske, "glücklicherweise haben wir das Mädchen unversehrt seinen Eltern übergeben können." Polizisten fanden die 16-Jährige im Laufe der Nacht in einer Gaststätte; gegen ein Uhr wurde sie zu ihren Eltern gebracht.

Über die Kosten der Suchaktion konnte Polizeisprecherin Riske noch keine Angaben machen. Auch nicht darüber, wer den Einsatz zahlt. "Eine berechtigte Frage", so Riske. Derzeit werde geprüft, inwieweit Kosten für den aufwändigen Einsatz in Rechnung gestellt werden könnten: "Das ist im Prinzip wie bei Facebook-Partys, die aus dem Ruder laufen."

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  [Foto: dapd]