Sucht die Polizei jetzt bei Jodel nach Drogendealern?

Daniel Laufer

"Bin neu in Freiburg, wie komme ich an 420?", fragt ein Freiburger in der lokalen Chat-App Jodel. "420" steht für Cannabis - das Werk eines Undercover-Polizisten? Wir haben mal bei der Polizei angefragt:



Die lokale Chat-App Jodel ist ein Renner, vor allem an der Uni - während vielen Vorlesungen herrscht Hochbetrieb. Die Nutzer thematisieren alles, von schüchternen Schwärmereien in der Straßenbahn bis hin zu tiefsinnigen Weisheiten ("Veni, vidi, violini - ich kam, sah und vergeigte").


Klar, dass es bei Jodel auch jemanden gibt, der unbedingt Gras kaufen will:



Der Code "420" kommt aus den USA und steht für Cannabis.

Nur: Wer will das denn wissen? Etwa ein Undercover-Polizist? Die Nutzer nehmen den Fragesteller jedenfalls kein Stück ernst: "Frag im Polizeirevier in der Wiehre nach Hauptkommissar Jodel, bring das Geld passend mit… Aber pssst!", witzelt einer, gefolgt von einem Hashtag: #totallynotacop.

Also haben wir gleich mal bei der Polizei angefragt. Sprecherin Laura Riske sagt: "Würden wir undercover ermitteln, könnte ich dazu keine Stellung nehmen."

Nunja. Sollte es wirklich ein Undercover-Polizist gewesen sein, wollen wir höflich auf diesen Jodel hinweisen: