Stühlinger Kirchplatz: Männer gehen mit Messern und abgebrochenen Flaschen aufeinander los

Oliver Huber

Wieder ist es auf dem Stühlinger Kirchplatz zu einer Gewalttat gekommen. Dabei haben sich zwei Männer mit Messern und abgebrochenen Flaschen bekämpft. Die Hintergründe sind noch unklar.

Nach Angaben der Polizei meldeten am Montagabend gegen 22 Uhr mehrere Passanten eine Auseinandersetzung im Bereich der Engelbergerstraße. Beim Eintreffen der Streifen konnten die Beamten nur noch einen Beteiligten der Auseinandersetzung festhalten. Der andere Mann war bereits geflüchtet.


Laut Zeugenaussagen war es zuvor auf dem Stühlinger Kirchplatz zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden beteiligten Männern gekommen. In deren Verlauf verletzten sie sich mit Messern und abgebrochenen Flaschen. Der angetroffene Beteiligte wurde durch den Rettungsdienst versorgt. Er wies eine Schnittverletzung im Gesicht auf.

Über die Hintergründe des Streits liegen derzeit noch keine Informationen vor, so Laura Riske von der Freiburger Polizei gegenüber der Badischen Zeitung. Bei dem aufgegriffenen Mann handle es sich um einen 34 Jahre alten Mann aus Eritrea. Er gehört demnach nicht zu der der Gruppe unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, die seit Tagen das Stadtgespräch bestimmt. Das Polizeirevier Freiburg-Nord hat die Ermittlungen aufgenommen. Ermittelt wird wegen gefährlicher Körperverletzung.

Erst am vergangenen Freitag hatte OB Dieter Salomon zu einem Fachgespräch über die Straftatenserie ins Rathaus geladen. Anders als in der Öffentlichkeit diskutiert, schätzte er die Lage am Stühlinger Kirchplatz als nicht dramatisch ein. Auch Polizei und Stadtverwaltung sahen keine eklatante Veränderung. Es gebe im Vergleich zum Vorjahr "nicht signifikant mehr Fälle von Raub, räuberischer Erpressung und räuberischem Diebstahl" auf dem Stühlinger Kirchplatz.

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