Studierende gründen das Bündnis "Freiburger Studis gegen Pegida"

Daniel Laufer

Sie will über Pegida informieren, an der Uni für die Gegendemo mobilisieren und Aktionen gegen Rassismus planen: Am Dienstagabend trifft sich die neue Gruppierung in der Uni zum ersten Mal. Was genau sie vorhat:



An diesem Dienstagabend will der Studierendenverband der Partei Die Linke an der Uni ein offenes Bündnis gründen: "Freiburger Studis gegen Pegida". Ziel sei es, über Pegida aufzuklären, sagt Daniel Morteza, Initiator der Aktionsgruppe. An der Uni soll es verschiedene Veranstaltungen geben, außerdem will er für die Anti-Pegida-Demo am Freitag Studierende mobilisieren – und das bundesweite Pendant, das in Dresden bald folgen soll.


"Es gibt hier zwar noch keinen Pegida-Ableger, die Phänomene, die Pegida aufgegriffen hat, aber natürlich schon", so Morteza. "Hier herrscht dasselbe rassistische Klima wie überall sonst auch." An der Uni Freiburg studiert der 23-Jährige Politikwissenschaft, bei der Bundestagswahl 2013 kandidierte er im Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen für Die Linke.

Menschenketten, zum Beispiel gegen Abschiebungen und Übergriffe auf Muslime, kann sich Morteza als Aktionen vorstellen. "Ich fände es auch schön, wenn in diesem Bündnis Studierende, die erkennbar einer Minderheit angehören, eine große Rolle spielen würden."

Als Protest gegen Pegida haben Unbekannte in Dresden Statuen wie die Erich Kästners am Albertplatz mit orangefarbenen Warnwesten versehen. So etwas könne man auch mit Aristoteles und Homer vor dem KG III machen, hat ein Nutzer bereits auf Facebook vorgeschlagen. Wie genau die Bemühungen der neuen Aktionsgruppe an der Uni aber aussehen sollen, ist noch unklar.

Mehr dazu:

Was: 1. Treffen der Aktionsgruppe "Freiburger Studis gegen Pegida"
Wann: 20. Januar 2015, 20 Uhr
Wo: Hörsaal 1139, KG I, Platz der Universität 3, 79098 Freiburg [Fotos: fudder-Archiv]