Studierende beschweren sich über die Schließfächer in der UB

Marissa Müller

Studierende berichten von Problemen mit den Schränken in der UB: Es hapert mit dem Schließmechanismus. Immer wieder hängen Zettel mit dem Aufdruck "Defekt!" an Fächern – die UB ist momentan dabei, die Schränke zu reparieren.

Ein Student erzählt, er musste mit einer Penny-Tüte in eine Klausur, weil es Probleme mit den Schließfächern und den dazugehörigen Terminals gab. "Am Tag vor einer Klausur hat mir das Terminal nicht mehr angezeigt, welches Schließfach meines war", sagt Simon. Er ist 21 und studiert BWL und Medienkulturwissenschaft. Normalerweise kann man die Nummer des Spinds am Terminal abrufen.


Simon hatte sich die Nummer nicht gemerkt und konnte sich auch nicht mehr an den Standort erinnern. "Im Schließfach waren meine ganzen Sachen – Rucksack, Jacke, Lernzeug", sagt Simon. An der Information haben sie ihm nicht weiterhelfen können. "Dann musste ich mit einer Penny-Tüte zur Klausur". Mit einem Zuständigen, der die Spinde öffnet, hat er danach seine Sachen wieder gefunden. Eine weitere Studentin berichtet vom selben Problem.

Es hapert mit dem Schließmechanismus

Andere Studierende erzählen, dass es auch Probleme beim Schließen der Schränke gibt. Um einen Spind zu belegen, muss die Unicard vorher an einem Terminal freigeschaltet werden. Erst wenn "Schrank belegbar" erscheint, ist es möglich, einen Spind zu nutzen. Die Schließfächer werden geschlossen, indem man die Unicard an das Schloss hält. Wenn ein grünes Licht erscheint, lässt sich der Riegel schließen.

Bei einigen Studierenden ist gar kein Licht oder ein rotes Licht erschienen. "Mir ist es schon zum zweiten Mal passiert, dass mir ein Schließfach durch kurzes rotes Aufleuchten angezeigt hat, nicht belegbar zu sein", sagt der 21-jährige Lennart, der Medienkulturwissenschaft studiert. Er sei dann zum nächsten freien Schrank gegangen. "Hätte ich kurz gewartet, hätte ich gesehen, dass es nach der roten Phase doch auf grün gesprungen ist und ich es damit belegt habe", sagt Lennart. So habe er vergebens ein weiteres freies Fach gesucht. "Dann hab ich gecheckt, dass ich schon eines belegt hatte."

Eine Reparaturfirma arbeitet an den Schließfächern

Momentan werden Reparaturarbeiten an den Schließfächern durchgeführt, um Probleme zu beheben. "Die Firma arbeitet mit Hochdruck an dieser Maßnahme", schreibt Antje Kellersohn, die Direktorin der UB, in einer E-Mail auf Anfrage von fudder. Um die Arbeiten schnellstmöglich durchzuführen, sei es notwendig, einzelne Schließfachbereiche zeitweilig zu sperren. "Wir sind zuversichtlich, dass rechtzeitig zum Vorlesungsbeginn alle Schließfächer wieder zur Verfügung stehen", schreibt die Direktorin.

Das Phänomen, dass Terminals die Nummer nicht mehr anzeigen, sei darauf zurückzuführen, dass Nutzerinnen und Nutzer die Schließfächer - entgegen ihrer Annahme – nicht richtig verschlossen hätten. In solchen Fällen sei die Belegung nicht auf der Chipkarte dokumentiert. "Wir haben die Firma, die die Reparaturarbeiten durchführt, gebeten ein besonderes Augenmerk auf gute Schließbarkeit der Türen zu legen", so Kellersohn.

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