Studentische Wohnungsnot: Wie schlimm ist die Lage wirklich?

Minh Duc Nguyen

Heute in zehn Tagen beginnt das Semester. Doch viele Erstsemester haben immer noch kein Dach über dem Kopf. In Freiburg ein alljährlich wiederkehrendes Problem. Wie schlimm ist die Lage diesmal? fudder hat bei Renate Heyberger, Pressesprecherin des Studentenwerks, nachgefragt.



Frau Heyberger, wie schlimm ist die Lage für wohnungssuchende Studenten im Moment?

Renate Heyberger: Es ist in der Tat schon viel los momentan. Wir haben täglich 50 bis 60 Wohnungssuchende zu betreuen. Oft sind das dieselben, die ihr Glück immer wieder versuchen. Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir deutlich mehr Anfragen bekommen. Allerdings haben wir dieses Jahr auch mehr Zimmer zu vermieten. Es ist alles nicht so dramatisch, zumal wir recht früh auf die Notunterkünfte hingewiesen haben.

Nicht dramatisch - das heißt, es gibt noch Plätze für alle?

Wir haben schon noch leere Wohnungen zu vermieten. Die meisten sind aber ein wenig außerhalb. Das ist aber auch das Problem. Weil nämlich die Großzahl der Bewerber Wohnungen in der Stadt oder in der Nähe ihrer Institute bevorzugen. Stadtteile wie die Wiehre oder der Stühlinger, insbesondere die Altstadt ist bei allen sehr beliebt. Wohnungen außerhalb werden hingegen kaum angefragt.

Welche Mietangebote hat das Studentenwerk noch, und was kosten diese?

Zimmer für WGs haben wir kaum noch. Was wir noch da haben, sind Zimmer zur Untermiete in einem Familienhaus. Die Miete beträgt da circa 240 Euro warm. Ansonsten stehen noch 1-Zimmerapartments zur Verfügung. Die Miete variiert je nach Lage. Im Hochdorf finden Sie schon ein Appartement mit 25 bis 30 Quadratmetern für 300 Euro warm. In Kirchzarten kostet die gleiche Wohnung schon 330 Euro. Am Teuersten ist die Miete im Stadtteil St. Georgen. Da kostet das Appartement 400 Euro. 2-Zimmerwohnungen kosten zwischen 400 und 500 Euro warm bei einer Fläche von circa 40 Quadratmeter.

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