Straßenpunkx mahnwachen vor dem KG II

David Weigend

Am Fuße der Rotteckstatue vorm KG II findet seit gestern eine Mahnwache der Freiburger Strassenpunx statt. Die etwa 12-köpfige Gruppe will mit ihrem Camp darauf aufmerksam machen, dass ihr die "Stadt Freiburg würdigen Wohnraum verwehrt."



Der Platz der Alten Synagoge gehört der Stadt. Bislang hat die Polizei keine Räumungsverfügung erhalten. Zwar unterhalten sich Beamten der Ermittlungsgruppe Innenstadt mit den Mahnwächtern, dieser Kontakt ist aber nichts besonderes.


Die Straßenpunx haben derzeit keinen festen Wohnsitz. Sie nutzen insbesondere leerstehende Gebäude als Wohnraum, um auf diesen Leerstand einerseits und die "steigenden Mieten" andererseits hinzuweisen. Die Straßenpunx fühlen sich von Stadt und Polizei schikaniert und "stigmatisiert".

Die Stadt hat den Punx Plätze in einem Obdachlosenheim angeboten. Diese Wohnlösung wollen sie jedoch nicht akzeptieren. Außerdem fordern sie die "Herausgabe aller beschlagnahmten Wägen."



Am 27. März soll angeblich eine Räumung stattgefunden haben, in der die Polizei die Wagenburg "Babylon" auf einem Brachgelände in der Haid aufgelöst hat.