Festnahme

Stoß von Wiwili-Brücke: Polizei verhaftet Verdächtigen

bz

Die Polizei hat einen 44-Jährigen festgenommen, der einen Mann von der Blauen Brücke in Freiburg gestoßen haben soll. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags ermittelt. Das Opfer hatte nur durch Glück überlebt.

Der 44-jährige Freiburger ist dringend tatverdächtig, den Mann in der Nacht auf den 9. Juli von der Brücke gestoßen zu haben. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mit. Ermittler des Polizeireviers Freiburg-Nord seien dem Deutschen auf die Spur gekommen, auch durch den Hinweis eines Zeugen.


Der Festgenommene entspricht der Täterbeschreibung

Die Polizei hat den 44-Jährigen festgenommen. Sie kannte ihn bereits in anderen Zusammenhängen, er sei aber bisher nie wegen schwerer Straftaten aufgefallen, erklärt Yasmin Bohrer vom Revier Nord.

In der Nacht auf vorvergangenen Samstag soll er gegen Mitternacht den 30-Jährigen angesprochen haben, der auf der Begrenzungsmauer der Brücke am Hauptbahnhof saß. Nach einem Stoß fiel der 30-Jährige von der Mauer vor dem Konzerthaus – "vermutlich etwa 4,5 Meter tief", sagt Bohrer. Dass der 30-Jährige keine tödlichen Verletzungen erlitten hat, war laut Oberstaatsanwalt Michael Mächtel nur Glück.

Der Staatsanwaltschaft zufolge habe der Verdächtige tödliche Verletzungen seines Opfers aber zumindest billigend in Kauf genommen. Sie hat deshalb Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt. Der 44-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Gegen den Tatverdächtigen erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Zum Hintergrund der Tat sagt die Polizei noch nichts. "Die Kripo ist noch dran", sagt Yasmin Bohrer zu den laufenden Ermittlungen. Die Kriminalpolizei erhofft sich vor allem von einem Zeugen Hinweise: Sie sucht dringend den Mann, der mit dem Handy einer Passantin den Notruf alarmiert hat. Er soll die Situation von Beginn an beobachtet haben. Der Zeuge wird dringend gebeten sich bei der Kriminalpolizei Freiburg unter der Rufnummer 0761/ 882-5777 zu melden.

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