Sternschnuppennacht 2019: Wie, wann und wo die Sternschnuppen am besten zu sehen sind

Katharina Federl

Es ist wieder soweit: Sonntag- und Montagnacht wird der Himmel von leuchtenden Streifen erhellt. Wo ihr trotz der mäßigen Wetterbedingungen sehr wahrscheinlich Sternschnuppen sehen könnt, verrät euch fudder.



1. Ein dunkler Hintergarten in den Vororten Freiburgs

"Man muss sich nicht die Füße platt treten, um Sternschnuppen zu sehen", erklärt Thomas Presper, Leiter des Freiburger Planetariums. "Die wichtigsten Faktoren sind ein freier Blick und Dunkelheit." Wenn diese erfüllt seien, könne man mit etwas Geduld nach Mitternacht bis in die Morgenstunden aus seinem eigenen Garten das Spektakel erleben. Optische Hilfsmittel wie ein Fernglas sind nicht nötig. Sein Tipp: Man sollte sich möglichst so positionieren, dass der Mond von Häusern bedeckt ist. Dieses Jahr ist nämlich Vollmond, was bedeutet, dass das Auge durch die Helligkeit davon abgehalten werden kann, Sternschnuppen zu sehen. Außerdem können Wolken und Regenschauer die Sicht erschweren.

2. Wonnhalde

Wer seine Chancen auf Sternschnuppen vergrößern will, aber keine Lust auf Wandern hat, dem bietet die Wonnhalde Richtung Günterstal einen idealen Ort zum Beobachten. "Hier hat man zwar die Berge drumrum, was den Blick in den Himmel etwas einschränkt, aber es ist relativ dunkel und man kommt gut hin", sagt Presper. Hier gilt ebenso, den hellen Mond möglichst hinter sich zu lassen: Stellt oder setzt euch so hin, dass ihr ihm den Rücken zuwendet.



3. Hügel und Berge südlich der Stadt

Bewohner des Freiburger Südens müssen auch keinen großen Aufwand betreiben, um die kleinen Leuchtstreifen am Himmel zu sehen. Von kleinen Hügeln wie dem Brombergsattel beim Kybfelsen hat man einen guten Blick nach oben. Wem das noch nicht hoch und südlich genug ist, der kann auf den Freiburger Hausberg Schauinsland wandern. "Allgemein gilt: Je höher man geht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, viele Sternschnuppen zu sehen", erläutert Presper.



4. Feldberg

Wenn man Prespers Theorie folgt, dann wäre der Feldberg mit seinen 1493 Metern wohl der beste Ort, um die magischen Sternschnuppennächte zu erleben. Aufgrund der diesjährigen Wettervorhersagen ist das Programm auf dem höchsten Berg Baden-Württembergs jedoch abgesagt worden. Der Feldbergturm ist geschlossen. Aber keine Sorge: "Das ist definitiv nicht die letzte Sternschnuppennacht. Wenn es dieses Jahr nicht klappt, dann eben nächstes", so der Astronomie-Experte.



5. Kaiserstuhl

Vom Süden in den fast genauso hohen Norden: Wer in der Nähe des Kaiserstuhls wohnt und sich auch nicht vor leichten Schauern abschrecken lässt, der wandert auf einen seiner Gipfel. Dort ist weit und breit kein helles Licht zu sehen, außer man schaut in den Himmel, wo hoffentlich nicht nur der Mond am Sonntag und Montag den Himmel erleuchtet.



6. Zähringer Bergwiesen

Wo der Sternschnuppen-Experte Thomas Presper seine Sonntag- und Montagnächte verbringen wird? "Wenn es nicht regnet vielleicht auf einer der Zähringer Bergwiesen, dort ist man ziemlich abgeschottet und man hat einen geschützten Blick auf den Himmel."



Sein Rat für die eher schaurigen Nächte ist aber: "Legt euch in einen Liegestuhl, macht es euch gemütlich und wartet ab. Es kommt ein reichhaltiger Strom mit circa 100 Sternschnuppen pro Stunde, deshalb lasst euch nicht vom bedeckten Himmel entmutigen." Mit ein bisschen Geduld und Glück heißt es also auch 2019 wieder: Wünsch dir was.
Die Perseiden sind der wohl bekannteste Meteorstrom, der jedes Jahr in der ersten Augusthälfte wiederkehrt. In den Tagen vor und nach dem 12. August erreicht er sein deutliches Maximum an Sternschnuppen. Doch nicht nur die Perseiden, auch zahlreiche andere Sternschnuppenströme sind jeden Monat aktiv. Im August sind es besonders viele, weshalb man dann üblicherweise am besten Sternschnuppen beobachten kann.