Steht die Party von Hans Entertainment in Herbolzheim auf der Kippe?

Patrik Müller

Das Musikfestival von Hans Entertainment findet nicht statt – zumindest nicht im Herbolzheimer Stockfeld. Die Grundstückseigentümerin gibt keine Genehmigung. Doch damit ist die Party nicht vom Tisch.



Geht es nach der Stadt, findet das Musikfestival um die Internetfigur "Hans Entertainment" in Herbolzheim nicht statt. Die Firma SAG GmbH mit Sitz in Emmendingen wollte die Party am Samstag, 5. September, von 10 bis 23 Uhr, auf einer Wiese im Stockfeld veranstalten, direkt neben der Diskothek Atlantis und in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes.


"Die Eigentümerin des Grundstücks hat schriftlich hinterlegt, dass sie keine Genehmigung zur Durchführung der Veranstaltung gibt", sagte Bürgermeister Ernst Schilling am Dienstag auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in Herbolzheim mit Polizei und Bundespolizei.

5000 haben Kommen zugesagt

Hinzu kämen Sicherheitsbedenken: Am Bahnhof seien schon mehrere Unfälle passiert. Die Stadt wolle jetzt mit dem Kenzinger Christopher Hans, der als Internetfigur "Hans Entertainment" bekannt wurde, ins Gespräch kommen und ihn bitten, das So-true-Festival zu canceln.

Auf der Facebook-Seite der Veranstalter heißt es: "Kennt ihr diesen Hans Entertainment-Moment, wenn man seine erste Party veranstaltet und es absolut eskalieren wird?" . Im Netz sind Tickets von 12,90 bis 44,90 Euro zu haben, die Veranstaltung ist ab 16 Jahren freigegeben. Mit dem Spruch "Feier mit Hans-Entertainment persönlich im eigenen VIP-Bereich" werben sie. Auf der Facebookseite haben knapp 5000 Nutzer ihr Kommen zugesagt – solche Klicks im Netz sind aber keine verbindliche Anmeldung.

Unterschriften dagegen gesammelt

Anwohner hatten aus der Badischen Zeitung von dem geplanten Festival erfahren, in einer Stellungnahme dagegen protestiert und Unterschriften gesammelt: Sie befürchteten eine 13-stündige Dauerbeschallung und unkalkulierbare Risiken angesichts der hohen Zahl an Besuchern.

Veranstalter Jan Schnürle von der SAG-GmbH mit Sitz in Emmendingen sagt auf BZ-Nachfrage, er wolle sich zum "laufenden Verfahren" nicht äußern. "Es gibt immer einen Plan B", erklärt er dann aber – möglicherweise will er einen anderen Ort für seine Veranstaltung suchen.

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