30-Jahres-Vergleich

Städte im Vergleich: Freiburg hat die meisten Sommersonnentage

Joachim Röderer & dpa

Die sonnigste Großstadt Deutschlands? Kann eigentlich nur eine sein. Das Freiburger Gefühl hat jetzt eine Analyse von Wetterdaten der letzten 30 Jahre bestätigt. Aber Freiburg teilt sich den Spitzenplatz mit einer anderen City.

Wo ist der Sommer in Deutschland am besten? Das fragte die Süddeutsche Zeitung in München und startete mit Hilfe der Daten des quasi amtlichen Deutschen Wetterdienstes einen 30-Jahres-Vergleich. Untersucht wurde, in welchen Städten jeweils im Juni, Juli und August zwischen 1986 und 2016 am häufigsten die Sonne geschienen hat. Ganz oben auf der Rangliste der Sommersonnentag mit mehr als 25 Grad landete – natürlich – Freiburg mit 832 solcher Tage.


Den genau gleichen Wert erreichte übrigens die bayrische Landeshauptstadt München. Auch der dritte Platz ging laut SZ in den Süden und nach Baden: Konstanz schaffte immerhin noch 802 Sommersonnentage. Der Norden grüßt vom anderen Ende der Tabelle.Vom Freiburger Wetter können sie in Hamburg (400 Sommersonnentage), Bremen (374), Schleswig (267) oder gar Rostock (255) nur träumen.

Aber: Nicht nur bei der Sonne ist Freiburg in der Spitzengruppe mit dabei – auch bei den Regentagen, wie die weitere Analyse der Wetterdaten zeigt. So hat es in den Sommern seit 1986 in München 959 Regentage mit einer Regenmenge von mehr als zwei Liter Niederschlag pro Quadratmeter gegeben, in Konstanz 874 und in Freiburg 819. Das läge vor allem, so heißt es im Bericht der SZ, an der Nähe zu den Bergen.

Noch ein paar Tage Sonne

Aktuell zeigt sich der September sommerlich-sonnig. Langsam ist allerdings ein Ende der rekordverdächtigen Sonnentage abzusehen, sagte Uwe Baumgarten, Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach, am Montag. Aus Westeuropa ziehe ein Tief in Richtung Deutschland, auch wenn sich dieser Wetterwandel wohl erst in der Nacht zum Freitag deutlich bemerkbar mache (BZ-Prognose).

Am Dienstag und Mittwoch seien Höchsttemperaturen von bis zu 30 Grad möglich. Am Donnerstag blieben die Temperaturen dann wohl deutlich unter der 30 Grad-Marke, während am Freitag und wohl auch am Wochenende die Höchsttemperaturen nur noch etwa 20 Grad betragen.
Die Ferien sind vorbei, aber die Wettervorhersage ist bis Mitte der Woche noch hervorragend. Deswegen bleibt das Freiburger Strandbad weiterhin geöffnet – allerdings nur von 12 bis 19 Uhr.

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"Das geht dann in Richtung normal", sagte Baumgarten nach der ungewöhnlich langen Hitzeperiode, die für September keineswegs Standard sei. Mit dem Monat September beginnt schließlich der meteorologische Herbst. "Irgendwann müssen wir uns Richtung Herbst bewegen", meinte der Meteorologe über den Wetterwechsel am Ende der Woche.

Angesichts kürzerer Sonnenscheindauer im September und längerer Abkühlungsphasen in den Nächten müssten auch Sonnenanbeter langsam zu der Einsicht kommen: "Der Herbst ist halt nicht aufzuhalten."

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