Stadtdschungel und Beach-Bar: Platz zum Rumhängen auf den Rotteckring

Joachim Röderer

Die ersten Freiburger sprechen bereits vom "Stadtdschungel": Vor dem Theater, wo bis vor einem Jahr noch Autos fuhren, lädt bald eine Grünzone zum Entspannen ein. Und sogar eine Strandbar ist im Gespräch.



Und damit nicht genug: Das Amt würde zur Universitätsbibliothek hin auch noch Sand aufschütten lassen: "Wir hätten an der Stelle gerne eine Beach-Bar, haben aber bislang noch niemanden gefunden, der sie betreibt", sagt Frank Uekermann, der Leiter des Garten- und Tiefbauamtes. "Wir wollen, dass hier eine Art Stadtdschungel entsteht", so Uekermann.


Beispiele dafür kennt man aus anderen Großstädten – etwa Berlin. Das Theater Freiburg kommt mit seinem "Urban-gardening"-Projekt ebenfalls ins Spiel: Der Großstadtgarten kann sich auf die zwei westlichen Fahrspuren des Rotteckrings ausdehnen und den Stadtdschungel damit mitgestalten. Der Bereich dient im Moment als Radweg, wird aber selbst in Freiburg nicht in dieser Breite gebraucht

Die schweren Sonnenblumen-Bigpacks stehen auf Paletten und können – je nach Fortschreiten der Baustelle - leicht versetzt werden. Auch der Umbau der Bänke ist kein Problem. Sie könnten, so Uekermann, später dann auch einmal an anderer Stelle im Stadtgebiet eingesetzt werden.

Diskussion um das Areal am Schwarzen Kloster

Eine Rotteckring-Zwischennutzung hatten die SPD-Gemeinderäte Kai-Achim Klare und Stefan Schillinger vor einiger Zeit per Anfrage an die Stadtverwaltung ins Spiel gebracht. "Die Idee ist gut", meint nun Klare zum Stadtdschungel. Er hätte gerne aber noch eine Aufwertung des Bereiches um das Schwarze Kloster, um die "Kartoffelmarkt"-Stände und die C&A-Passage.

Die Baustelle habe bei vielen Geschäften für Kundenrückgänge gesorgt, so Klare: "Dieser Bereich sollte mehr zur Straße geöffnet werden."Beim Garten- und Tiefbauamt sieht man für diesen Streifen des Rotteckrings allerdings wenig Möglichkeiten. Hier fahren noch Autos, hier befindet sich die Zufahrt zur Rotteckgarage: "Das ist Verkehrsfläche, die wir brauchen", erklärt Amtsleiter Uekermann.

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[Foto: Thomas Kunz]