Stadt verbietet Wettsauf-Party in der Parabel

Sebastian Wolfrum

Eine "Hangover-Party" war für Samstagabend in der Parabel angesetzt – doch am Freitag hat das Ordnungsamt der Stadt das Wetttrinken gekippt, weil die Behörde Alkoholexzesse fürchtete.



Um die Wette saufen und für die Gewinner noch einen Schnaps hinterher: So sah das Party-Konzept des Veranstalters "Studentenpartys Freiburg", für den heutigen Samstagabend im Club Parabel, in der Universitätsstraße 3, aus. Das Amt für öffentliche Ordnung hat das Um-die-Wette-trinken am Freitag untersagt.


"Hangover Party" haben die Veranstalter ihren Abend genannt. Der Name ist angelehnt an die Filmreihe Hangover (englisch für "einen Kater haben"), bei dem Freunde auf einem Junggesellenabend sich dermaßen ins Delirium schießen, dass sie sich selbst Zähne ziehen, im Gesicht tätowieren lassen oder Straßenschlachten anzetteln.

In der Parabel sollten fünf Teams gegeneinander antreten, die Getränkebestellungen sollten summiert und jede Stunde ausgewertet und das Ergebnis auf einer Leinwand angezeigt werden. Das Team, das in jeweils einer Stunde am meisten getrunken hätte, hätte pro Teammitglied einen Schnaps auf Kosten des Hauses bekommen.

Das Amt für öffentliche Ordnung hat dieses Konzept der Veranstalter gestern untersagt. "Es ist verboten, alkoholische Getränke in einer Weise anzubieten oder zu vermarkten, die geeignet ist, dem Alkoholmissbrauch oder übermäßigem Alkoholkonsum Vorschub zu leisten", zitiert Rathaussprecherin Edith Lamersdorf das Landesgaststättengesetz. Und gegen gewerbliche Alkoholexzesse müsse zum Schutz des Gastes vom Amt für öffentliche Ordnung vorgegangen werden. Die Polizei wurde über das Verbot des Wetttrinkens informiert.

Die Party war schon zum zweiten Mal geplant, bereits am 1. Juni dieses Jahres gab es ein Fest mit dem Namen Hangover Party in der Parabel. Wind bekommen hat die Stadtverwaltung von dem Fest über das soziale Netzwerk Facebook.Dort gab es immerhin schon 77 Zusagen (Partybeschreibung auf Facebook mittlerweile geändert) – von Männern und Frauen. Die Party wird nun trotzdem stattfinden, allerdings ohne den Trinkwettbewerb. Die Veranstalter waren zu keiner Aussage gegenüber der Badischen Zeitung bereit.

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