Stadt Freiburg testet Pfandflaschen-Boxen für Flaschensammler - Unbekannte werfen ihren Müll rein

Marius Buhl & Fionn Große

In der Günterstalsstraße steht seit Anfang Mai testweise ein kleiner Draht-Container. Ein zugehöriges Schild bittet Passanten, ihre Pfandflaschen darin abzustellen, sodass Flaschensammler sie mitnehmen können. Wie dieser Container nun missbraucht wird:



Seit Anfang Mai testet die ASF (Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg) große Boxen für Pfandflaschen. Sinn der Boxen: Flaschensammler sollen so einfach an die Pfandflaschen kommen - und nicht im Altglas wühlen müssen. Eine solche steht zum Beispiel an der Ecke Urachstraße/Günterstalstraße in der Wiehre direkt neben den Glascontainern an einer Wertstoffinsel.  Umweltpädagogin Susanna Gill von der ASF sagt: "Wir testen aktuell zwei dieser Pfandflaschenboxen - einer in der Wiehre und einer in Landwasser. Die Testphase dauert 5 Monate. Wenn das Angebot angenommen wird, wollen wir die Aktion in Freiburg ausweiten."


Ein Pfandflaschenringwie er momentan in einigen anderen Städten getestet wird, wolle man aktuell nicht ausprobieren. Der führe unter Umständen zu noch mehr Scherben, außerdem seien die Freiburger Container dafür nicht geignet und die Ringe verhinderten nicht, dass Sammler trotzdem im Müll suchten, sagt Gill.

Der Testcontainer, den die ASF nun in der Wiehre aufstellte, wurde nun aber bereits für andere Zwecke missbraucht - Unbekannte luden darin ihren Restmüll ab.

Allerdings, so berichtet fudder-Leser Fionn Große, könnte auch ein Missverständnis Ursache für die fehlerhafte Müllablagerung sein. Denn während der Container schon ein paar Tage an dieser Stelle stehe, sei das Schild erst etwas später angebracht worden. Somit könne der Müll auch dort abgelagert worden sein, bevor die eigentliche Nutzungsabsicht offensichtlich wurde.

So oder so: Ein Mülleimer ist die Gitterbox bestimmt nicht. Dafür eine gute Idee.

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[Foto: Fionn Große]