Sport Club bezeichnet WsF als "gescheitert"

Markus Hofmann

Vor wenigen Minuten gab der SC Freiburg in einer Pressemitteilung bekannt, dass die Fan-Initiative "Wir sind Finke" ihr Ziel, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, deutlich verfehlt hat. Nach Angabe des SC haben 339 Mitglieder einen Antrag abgegeben. 558 Anträge hätten es sein müssen.

Am vergangenen Freitag hatte die Initiative „Wir sind Finke“ (WsF) sämtliche Anträge für die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beim SC Freiburg eingereicht. Der Sport Club prüfte die Anträge und kam nach eigenen Angaben zu dem Ergebnis, "dass das erforderliche Quorum deutlich verfehlt wurde. Der Fan-Initiative fehlten insgesamt 219 Stimmen."


Von den stimmberechtigten Mitgliedern des SC Freiburg haben laut SC-Pressemitteilung 339 Mitglieder einen wirksamen Antrag gestellt. Der SC Freiburg hatte mit Rechtsanwalt Peter Ouart einen Sport- und Vereinsrechtler mit der Prüfung aller Anträge beauftragt. Seine Prüfung habe ergeben, dass 558 Anträge erforderlich gewesen wären, um die laut Satzung erforderliche Stimmenzahl von 25 Prozent zu erreichen. Lediglich 15.19 Prozent der stimmberechtigten Mitglieder haben jedoch - so der Sportclub - den Antrag der Fan-Initiative unterstützt.

Der Vorstand des SC Freiburg nahm das "deutliche Scheitern der Initiative" zugleich zum Anlass, sich bei der Mehrheit seiner Mitglieder zu bedanken, „dass sie mit der Nichtteilnahme an der Aktion ihr Vertrauen in die Arbeit und die Beschlüsse des Präsidiums dokumentiert haben.“ Aber auch den Antragsstellern bekundeten die vier Vorstandsmitglieder „ausdrücklich ihren Respekt für ein Engagement, in dem die Leidenschaft für die Geschicke des Vereins zum Ausdruck gekommen ist.“ Um künftig Polarisierungen zu verhindern, will das SC-Präsidium in den kommenden Wochen entscheiden, wie die Kommunikation mit Fanclubs und Fangemeinschaft konstruktiver gestaltet werden kann.