Spontan-Party im Dreisamstadion

Hannah Allgaier & Dominic Rock

Gestern Nachmittag stand es fest: Der SC Freiburg wird nicht länger zweitklassig sein. Nein, die SC-Jungs steigen in die 1.Bundesliga auf. Rund 2000 Freiburger reisten mit der Mannschaft nach Koblenz. Daheim in Freiburg wurden die Spieler von hunderten von Menschen im Stadion sehnlichst erwartet. Hannah war für fudder live dabei.



Gerüchte

Schon den ganzen Mittag gehen Gerüchte umher, dass es eine spontane Party am Dreisamstadion geben soll. Man munkelt, die Mannschaft werde um 21.30 Uhr von ihrem 2:5 Sieg über die TuS Koblenz heimkehren.

Ein wahrer SC Fan schaut sich um 19.30 Uhr nochmal den entscheidenden Spieltag im Fernsehen an. Nach den letzten Interviews um 21 Uhr ziehen schon die ersten Menschengrüppchen in Richtung Deisamstadion.

Schnell Trikot anziehen - sofern man es nicht schon den ganze Tag trägt - Schal umhängen, Wangen mit dem SC Zeichen bemalen und auf geht’s. Schon von weitem hört man die lauten Klänge der allseits bekannten Fußballsongs wie "We are the Champions" oder "54, 64, 90, 2010"von den Sportfreunden Stiller.

Der Bus mit dem Füchsle

Der ganze Platz vor der Haupttribüne hat sich in eine einzige Aufwärtsparty verwandelt. Überall sieht man gut gelaunte Gesichter der Fans. Der DJ sagt durch, dass sich die Ankunft der Mannschaft um 45 Minuten verspäten wird. Doch das etwas längere Warten macht keinem was aus. Alle fiebern dem Bus mit dem Füchsle entgegen.

Um 22.15 Uhr biegt dieser endlich in die Einfahrt des Platzes ein. Hunderte von Fans stürmen zum Bus und bejubeln ihre Mannschaft. Die Jungs lassen nicht lange auf sich warten und springen mit den Jubelrufen „Nie mehr zweite Liga, nie mehr, nie mehr!“ aus dem Bus. Hier und da werden Hände abgeklatscht. Die Mannschaft ist ihren Fans ganz nah.



Die SC-Spieler klettern auf eine Treppe, die hinauf zu den Tribünen führt. Kapitän Heiko Butscher und Freistoßexperte Julian Schuster sind sichtlich gerührt von der Menschenmasse. Wie die Orgelpfeifen steht die Mannschaft auf der Treppe und lässt sich von den Fans feiern.

Der Stadionsprecher bedankt sich bei jedem einzelnem Spieler. Wie im Stadion grölen alle Fans laut die Nachnamen ihrer Aufsteiger. Ganz zum Schluss wird Robin Dutt auf die Treppe gerufen. Endlich kann er ausgelassen lachen und mitfeiern. Der sonst eher zurückhaltende Trainer bedankt sich bei den Fans und seiner Mannschaft.

Auch das wohlbekannte Tänzchen von Eke Uzoma darf natürlich nicht fehlen.

Regen und Segen

Kurz vor 23 Uhr setzt plötzlich ein Schauerregen ein. Die Mannschaft zieht sich nun zu ihrer wohlverdienten VIP-Party zurück in die Stadiongaststätte. Die Spielerfrauen und eingeladene Gäste warten schon auf die Sieger des Tages. Wer in Littenweiler wohnt, hört noch die ganze Nacht grölende Fans vorbeilaufen. Doch wen kümmert`s? Hauptsache erste Liga.

Mehr dazu: