Spektakuläre Verfolgungsjagd durch ganz Freiburg

fudder-Redaktion

Am Donnerstagnachmittag, zwischen 13 und 14 Uhr, jagte die Polizei durch ganz Freiburg einem 21-Jährigen nach, der in einem Auto vor ihr flüchtete. Auf dem Beifahrersitz: seine 19-jährige Ex-Freundin.



Um 13 Uhr hatte die Polizeistreife des Polizeireviers Freiburg-Nord an der Waldkircher Straße ein gestohlenes Auto entdeckt. In ihm saß jener Mann, der von der Bundeswehr abgehauen war, gesucht wurde und der Polizei kein unbeschriebenes Blatt ist - samt seiner Ex-Freundin.


Als er die Polizei sah, flüchtete er über die Waldkircher Straße in die Kaiserstuhlstraße. Dort soll er mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde durchgerauscht sein. Nachdem er die Neue Messe passiert hatte, fuhr er auf die Hermann-Mitsch-Straße und die Madisonallee. Die Madisonalle benutzte er entgegen der Fahrtrichtung. An der Granadaallee fuhr er über Rot und bog nach Landwasser ab. Dann fuhr er auf der B31a in die Innenstadt.

Zwischen der Ochsenbrücke und der Kronenbrücke durchbrach er eine Polizeisperre. Glücklicherweise wurde bei dem riskanten Manöver niemand verletzt. Ein Streifenwagen krachte jedoch gegen eine Bordsteinkante und blieb liegen.

Er flüchtete weiter über die Kronenbrücke und bog schlussendlich in die Erbprinzenstraße nach rechts ab, die er entgegen der Fahrtrichtung nutzte. 



"Ich wartete gerade auf eine Freundin, mit der ich zum Essen verabredet war, als plötzlich ein Auto um die Ecke gerast kam", sagt Augenzeugin Anna-Lisa, 21, die in einem Büro in der Rempartstraße arbeitet. "Keine Ahnung, wie schnell das Auto fuhr. Auf jeden Fall quietschten die Reifen." Dann hörte sie Sirenen, und im nächsten Augenblick bogen Polizeiautos um die Ecke.

In der Gartenstraße, vor dem Coucou, endete die Verfolgungsjagd. Wegen der Poller konnte der Flüchtige nicht mehr weiterfahren. Er schloss sich im Auto ein und war nicht bereit, sich den Polizisten zu stellen. Daraufhin gingen die Polizisten mit gezogener Pistole vor, da sie den dringenden Verdacht hatten, er sei bewaffnet. Die hintere rechte Beifahrerscheibe wurde eingeschlagen und der Mann festgenommen. Insgesamt waren acht Streifenwagen an der Verfolgungsjagd beteiligt. Welchen Weg der 21-Jährige bei seiner Flucht durch Freiburg genommen hat, zeigt eine Graphik auf badische-zeitung-de.



Derzeit führt das Polizeirevier Freiburg-Nord die weiteren Ermittlungen und notwendigen
Abklärungen. Die Ermittler fragen insbesondere, wer auf den genannten Straßen von dem Flüchtenden, der beharrlich Anhaltezeichen der Polizeibeamten negierte, gefährdet wurde. Hinweise bitte an das Polizeirevier Freiburg-Nord (Telefon: 0761.8824221) oder jede andere Polizeidienststelle.