Spaß und Risiko auf Eis

David Weigend

Über die Feiertage sind viele aufs Eis gegangen, wie zum Beispiel hier auf den gefrorenen Waldsee, auf dem sogar ein Eishockeymatch möglich war. Indessen warnt die Polizei davor, das Eis zu betreten, bevor dieses nicht "behördlicherseits geprüft und freigegeben wurde". Die meisten Schlittschuhläufer auf dem Titisee interessierte diese Regel kaum.



So hatte die Polizei gestern am Titisee einiges zu tun. Obwohl das Schlittschuhlaufen auf dem Titisee per Beschilderung wegen zu dünner Eisdecke untersagt ist, mussten die Polizisten zirka 40 Personen auffordern, den See zu verlassen. Die Eisdecke ist trotz der gegenwärtigen Temperaturen einfach zu dünn und es besteht die große Gefahr, einzubrechen.




Die eingesetzten Polizeikräfte wunderten sich zum Teil über die Ignoranz der Schlittschuhläufer. Die warnende Beschilderung wurde übersehen und das Einschreiten der Polizeibeamten teils sehr heftig mit Unverständnis bedacht.



Auch die Wasserschutzpolizei Breisach rät, Eisflächen erst dann zu Betreten, wenn sie hierzu behördlich freigebeben sind. Dies ist derzeit noch nicht der Fall.

Durch den strengen Frost in den Weihnachtstagen haben sich unterschiedlich starke Eisflächen an Baggerseen und Bächen gebildet. Dies verleitet viele zum Betreten der Eisflächen.



Die Breisacher Wasserschutzpolizisten stufen dies als lebensgefährlich ein. Durch Strömungen und Verwirbelungen unter dem Eis kann die Eisdecke unterschiedlich dünn sein. Rauhreif und Schnee verdecken Gefahrenstellen. Eingebrochene Personen können sich oft nicht selbst befreien und für Helfer besteht bei ungenügender Vorsicht Gefahr.

Für die schönen Fotos geht viel Dank an Joachim Schillinger.