Southside öffnet nach Unwetter erst am Freitag

David Weigend

Ein Sanitäter der Johanniter ist heute Vormittag auf dem Festivalgelände von einem herabstürzenden Metallteil erschlagen worden. Die Folgen des Unwetters verzögern auch den Einlass aufs Gelände bis morgen Früh. Hier der Lagebericht eines Veranstalters.



Armin Nissel, Geschäftsführer von KOKO Entertainment Konstanz und Mitveranstalter des Southside Festivals, im Gespräch mit fudder:


"Ein herabfallender Träger des Veranstaltungszelts hat heute Vormittag einen Sanitäter der Johanniter erschlagen. Das Metallteil durchschlug die Karosserie des Rettungsfahrzeugs, in das der Sanitäter geflüchtet war. So tragisch dieser Fall auch ist: Der Tod des Sanitäters wird keine Konsequenzen auf den weiteren Verlauf haben.

Das Festival wird auf jeden Fall stattfinden. Etwas anderes wird auch von niemandem gefordert. Es kommen 45.000 Besucher. Die kann man nicht einfach umdrehen und nach Hause schicken. Ob im Zusammenhang mit dem Unglück etwas stattfinden soll, wird zur Stunde beraten.

Heute Vormittag hat über Neuhausen ein schweres Unwetter stattgefunden, mit sintflutartigen Regenfällen und Windböen der Stärke zehn bis elf. Verschiedene Zelte sind beschädigt. Die Aufräumarbeiten laufen. Momentan ist es nicht möglich, die Besucher auf das Gelände zu lassen. Wir müssen weitere Schäden vermeiden. Voraussichtlich können wir das Gelände erst morgen früh freigeben. Solange werden wir noch zum Aufräumen brauchen.

Wir bitten darum, dass die Festivalbesucher ihre Anreise auf den Laufe des Freitags verschieben. Jeder, der früher anreist, wird uns Probleme und Chaos verursachen. Das Programm beginnt ja erst am späten Freitagnachmittag. Ursprünglich wollten wir das Festivalgelände heute Nachmittag öffnen. Deshalb
warten schon jetzt die Menschen vor dem Festivalgelände auf Einlass. Wir versuchen, sie zur Rückfahrt zu bewegen. Das wird nicht einfach.

Die Trägerteile der Zeltbühne sind herunter gestürzt. Ich weiß das auch nur von der offiziellen Meldung. Wenn das da so steht, wird sie nicht mehr reperabel sein. Die Open Air Bühnen hingegen sind nicht beschädigt."