Fall Carolin G.

Soko Erle wertet im Endinger Mordfall 3300 Spuren und Hinweise aus

BZ-Redaktion

Seit vier Monaten arbeitet eine Sonderkommission an der Aufklärung des Mordfall Carolin G. Noch immer gehen neue Hinweise ein – aber eine konkrete Spur zu einem Tatverdächtigen ist auch nach dem DNA-Match nicht dabei.

Die Ermittlungen zum Fall der getöteten 27-jährigen Joggerin aus Endingen dauern an. Die weiterhin 40-köpfige Sonderkommission (Soko) beim Kriminalkommissariat Emmendingen arbeitet seit vier Monaten jeweils sieben Tage die Woche, teilte das Polizeipräsidium Freiburg am Freitag mit. Bislang gebe es aber keine konkrete Spur zu einem Tatverdächtigen.


Zusammenarbeit mit der Österreichischen Polizei dauert an

Die Soko stehe nach wie vor in engem Kontakt mit der Polizei in Kufstein/Österreich. Dort war am 12. Januar 2014 eine 20-Jährige nachts von einem Unbekannten mit einer Eisenstange erschlagen worden. Kriminaltechnische Abgleiche von täterbezogenen Spuren ergaben, dass die Taten in Endingen und in Kufstein laut Polizei "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von ein und demselben Täter verübt wurden". Ermittelt werden konnte dieser bislang aber noch nicht.

Die Beamten der "Soko Erle" gingen und gehen momentan mehr als 3300 Spuren und Hinweisen nach. Allein am Wochenende nach der Pressemitteilung vom 26. Januar 2017 über den mutmaßlichen Zusammenhang mit der Tat in Kufstein gingen bei der Soko rund 400 neue Hinweise ein, die Gegenstand von Überprüfungen waren und teilweise noch sind.

Es gehen weiterhin Hinweise von Zeugen ein

Obwohl die Tat inzwischen schon mehr als vier Monate zurückliegt, gehen bei der Soko auch weiterhin Hinweise von Zeugen ein, die neue Ermittlungsansätze bieten. Noch nicht abgeschlossen sind insbesondere auch die Auswertungen digitaler Spuren und sichergestellter Asservate. Diese Arbeit erweise sich als besonders zeitintensiv, so die Polizei am Freitag. Abgleiche mit anderen, ähnlich gelagerten Fällen im In- und Ausland erbrachten bislang keine neuen Erkenntnisse oder Hinweise auf mögliche Zusammenhänge.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat für Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 6000 Euro ausgesetzt. Zusätzlich haben Privatpersonen bis zu 22 500 Euro als Belohnung ausgesetzt.

Nach wie vor werden Zeugen gesucht, die vor der Tat am 6. November 2016, am Tattag selbst oder danach, in den Weinbergen zwischen Endingen und Bahlingen unterwegs waren und dort Wahrnehmungen gemacht haben, diese aber noch nicht meldeten.
Die Polizei bittet um Mithilfe

Sachdienliche Hinweise zu dem Endinger Mordfall können bei der Emmendinger Kriminalpolizei unter Tel. 07641/582-114 erfolgen.

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