Theater Freiburg

So wird das Programm in der "Passage 46"

Frank Zimmermann

Am heutigen Donnerstag wird die "Passage 46" im Theater Freiburg wiedereröffnet. Martin Müller-Reisinger ist ihr neuer Kurator. Im Interview erklärt der Schauspieler, wie das Programm aussehen wird.

Sie sind neu in Freiburg. Als Sie erstmals die "Passage 46" inspiziert haben, was war Ihr erster Eindruck? Ohne Belichtung wirkt sie wie ein langer, dunkler Schlauch. Ist das ein geeigneter Raum für das, was Sie hier vorhaben?

Müller-Reisinger: Mein erster Eindruck war gleich: Das ist ein total toller Raum – ein toller Bühnenraum und ein Ort, an dem man auch viel experimentieren kann.

Was haben Sie dort geplant? Was bekommen wir in der "Passage 46" zu sehen und zu hören?

Müller-Reisinger: Wir wollen verschiedene Zielgruppen ansprechen: Menschen von Jung bis Alt, Studenten, auch Leute, die noch nie im Theater waren und durch einen Besuch in der "Passage" vielleicht Lust darauf bekommen. Das ist ein breit gefächertes Programm.

Das heißt?

Müller-Reisinger: Von Jazz bis Punk, von Lesungen bis zu Ausstellungen und Diskussionsabenden. Es wird Veranstaltungen geben, die um 20.15 Uhr, aber auch welche, die erst am späteren Abend, um 23 Uhr, beginnen, zum Beispiel der Ahoii-Club, der ein Mal im Monat in der Passage zu Gast sein wird.

Sie waren auch am Theater Oberhausen für ein Barprogramm verantwortlich. War das dort eine ähnliche Location? Welche Erfahrungen haben Sie dort gemacht?

Müller-Reisinger: Das war etwas vollkommen anderes in Oberhausen, dort gab es "nur" die Late Night Show "Schall und Rausch" [die es in Freiburg auch geben wird, erstmals am Donnerstag, 30. November, 20.15 Uhr, Anmerkung der Redaktion]. In Oberhausen war es eine Bar, aber es war nicht so schön wie hier.

Gestalten Sie das Programm alleine oder haben Sie Partner?

Müller-Reisinger: Wir sind alleine für das Programm verantwortlich, haben aber Kooperationspartner, das Literaturhaus, die IG Subkultur, Studieren ohne Grenzen und den Ahoii-Club.
Martin Müller-Reisinger, 48, ist Schauspieler und Kurator der "Passage 46". Er stammt aus dem österreichischen Gmunden am Traunsee (Salzkammergut) und war von 2008 bis 2017 Ensemblemitglied am Theater Oberhausen. Zuvor hatte er Engagements am Theater der Altmark, Staatstheater Karlsruhe, Theater Koblenz und am Landestheater in Linz.

Die Passage 46 eröffnet am heutigen Donnerstag, 2. November 2017, 21 Uhr, mit "Art of Being ...Drunk", einer Lesung rund um das Thema "Trinken" mit Texten von Charles Bukowski, Ernest Hemingway, Clemens Meyer und anderen.
Tickets: 9, ermäßigt 6 Euro
http://www.theater.freiburg.de

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