Berufsstart

So war’s beim Karrieretag an der Uni Freiburg

Dominik Neininger

Zahlreiche Studierende haben das Angebot der Karrieremesse in Freiburg genutzt, sich über Branchen informiert und Kontakte mit Arbeitgebern geknüpft. Wie’s vor Ort war.

Viel los war am Dienstag auf dem Platz der Alten Synagoge. Dort konnten sich Studentinnen und Studenten bei strahlendem Sonnenschein an 34 Ständen über Karrieremöglichkeiten informieren. Schlange standen die jungen Menschen aber für einen kostenlosen Haarschnitt und ein kostenloses Bewerbungsfoto.


Organisiert hatte die Karrieremesse, die zum zweiten Mal stattfand, "Contact & Connect". Der gemeinnützige Verein will Studenten und Absolventen eine Chance geben, sich auf die berufliche Zukunft vorzubereiten – und mit Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

Bewerbungsfoto und -haarschnitt waren begehrt

Besonders gut kam das kostenlose Angebot mit Bewerbungsmappencheck samt Bewerbungsfoto und -haarschnitt an. Alle Hände voll zu tun hatten die Friseure vom Barbershop Marco Holz, die den künftigen Bewerbern einen neuen Haarschnitt verpassten. Großer Andrang herrschte auch bei Fotograf Christian Hanner. Dafür nahmen die Besucher auch die Wartezeit in der prallen Sonne in Kauf.

"Ich habe die Chance genutzt, ein Bewerbungsfoto zu machen", sagte Sina Müller. Danach hat die Germanistik- und Anglistik-Studentin noch ihre Bewerbungsunterlagen checken lassen. Sie freue sich über die kostenlosen Angebote, sagte sie, nur an den Infoständen sei sie nicht erfolgreich gewesen: "Ich finde es schwierig, etwas Passendes und Interessantes für mich zu finden."

Unter den Ausstellern waren unter anderem Software- und IT-Unternehmen wie Haufe, Wirtschaftsprüfer wie Ernst & Young, Banken, Start-ups, die Bundesagentur für Arbeit und die Badische Zeitung. An den Ständen konnten Studenten und Absolventen Kontakte knüpfen und sich über die jeweilige Branche kundig machen – das Angebot nutzten aber auch ältere Semester.

"Ich habe interessante Kontakte geknüpft."Benedikt Dierks, Student
"Bei uns kommen viele Eltern vorbei, die sich für ihre Kinder informieren", sagte Obi-Mitarbeiterin Katharina Huck. Der Baumarkt hatte sich zum ersten Mal auf einer solchen Messe in Freiburg präsentiert und neben dem Dualen Studium auch zu anderen Ausbildungsmöglichkeiten beraten. "Wir gehen offen ran", so Huck.

Doch auch bei den Firmenständen fanden einige, was sie gesucht hatten: Für ihn habe sich der Besuch des Karrieretags gelohnt, sagte Benedikt Dierks. "Ich habe einige Unternehmen kennengelernt und ein paar interessante Kontakte geknüpft", so der Student der Volkswirtschaftslehre, der die Messe schon im Vorjahr besucht hatte. "Diesmal ist das Angebot größer", sagte der 25-Jährige.