Fritz Galerie

So war’s bei fudders Clubcafé mit den Start-up-Gründern von Beng-Bikes

Carla Bihl

Am Donnerstag konnten fudder-Clubmitglieder Michael und Dirk vom Freiburger Fahrrad-Start-up Beng-Bikes beim Schrauben zusehen. Dazu gab’s Bier und Flammkuchen von Ex-Eishockeyprofi Fritz Adler.

Fahrräder sind ja erst mal nichts Ungewöhnliches für Freiburg – das Biken gehört zur Stadt wie das Brandenburger Tor zu Berlin. Die zwei Schrauber vom Start-up Beng-Bikes haben sich da aber was ganz Besonderes ausgedacht. Der gebürtige Saarländer Michael und das Berliner Original Dirk schrauben Unikate auf zwei Rädern zusammen – fast alles recycelte Einzelteile. Auf Einladung von fudders Club der Freunde und dem Startup-Förderprogramm BrutBox bauten sie am Donnerstag in der Fritz-Galerie live ein Fahrrad zusammen und erzählten über ihr Zwei-Mann-Unternehmen.


Das fudder-Bike trägt den Namen Shiny Eagle

Am Ende des Abends ist der Name gefallen: Shiny Eagle soll das fudder-Fahrrad heißen, das Michael und Dirk vom Start-up Beng Bikes live zusammengebaut haben. Shiny wegen des glitzernden Rahmens und Eagle – zu Deutsch Adler – für den Gastgeber Fritz Adler. "Geiler Name", findet auch der Ex-Eishockeyprofi. Zuvor gibt’s eine kleine Exkursion in die Welt des Start-up-Universums von Beng-Bike.

Die Freunde wollen auch ein Fahrrad

Vor etwa acht Jahren entdeckt Dirk seine Leidenschaft für Fahrräder und bringt sich autodidaktisch alles selbst bei. Der Kontakt zu Michael entsteht über den gemeinsamen Arbeitsplatz am Fraunhofer Institut in Freiburg. Im Internet habe Michael nach einem neuen Bike gesucht aber nichts Passendes gefunden. Also schraubt Dirk ihm eins zusammen: "Wir sind in unserem Freundeskreis mit dem Bike aufgetreten und haben bemerkt, dass wir damit Style auf die Straße bringen", erklärt der gebürtige Berliner. Daraufhin hätten Freunde begeistert gefragt, wo sie die Fahrräder her hätten.

Fritz Adler fuhr früher mit dem Fahrrad zum Sommertraining durch die Vogesen

Die Location für den Abend stellt Ex-Eishockey-Profi Fritz Adler. Vor neun Jahren habe er den Laden in Haslach übernommen, der früher einmal eine Blindenwerkstatt und zuvor sogar eine Schokoladenfabrik war. Eine Ausschankgenehmigung habe er seit einem Jahr. Im Sommer werden hier also im Biergarten, genau wie heute, Bier und selbst gemachter Flammenkuchen serviert.

Bei lockerer Atmosphäre unterhalten sich an diesem Abend die Besucher, schauen den Schraubern beim tüfteln zu, essen selbstgemachten Flammenkuchen oder wärmen sich am Feuer die Hände. Fritz Adler selbst erklärt seine Verbindung zu den Zweirädern so: "Mein Sommertraining waren Fahrradtouren durch die Vogesen. So hat man immer wieder einen neuen Vertrag bekommen."

Beng ist ein Statement

"Es gibt Fahrradfahrer und es gibt Beng-Bike-Riders" lacht Dirk. Weg von dem Auto als Statussymbol gehe es also hin zu solchen stylischen Rädern. Der Name Beng-Bikes stammt übrigens aus einer Emailsignatur, die Dirk von Michael bei der Arbeit bekam: "Ich hab seine Signatur gelesen und da stand dann b.eng.. Und ich dachte: Das ist ja witzig, das ist ja mal ein Statement in der Signatur." b.eng. ist die Abkürzung für Bachelor of Enigineering. Seitdem heiße Michael bei Dirk beng. Dirks Spitzname ist übrigens Krogstyle, den fanden aber beide nicht passend.

Man soll sich mit seinem Fahrrad wohlfühlen

Dirks wohl wichtigstes Statement zum Abend: "Dont believe the hype." Er hält nichts davon, nach Marken und Namen zu gehen: "Geh niemals nach den Massen, geh niemals nach den Medien, geh nach dem, auf das Du Bock hast. Wichtig ist, dass Du dich mit dem Bike wohlfühlst." Das sieht auch Michael: "Grundsätzlich wollen wir den Leuten einfach den Spaß am Radfahren näher bringen."
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