So war die zweite Freiburger Filmnacht von fudder im Cinemaxx

Felix Klingel

Voller Saal bei der Freiburger Filmnacht: Etwa 300 Gäste haben sich am Mittwochabend im Cinemaxx den Film "Start Up USA" angesehen. Darin erkunden fünf junge Unternehmer und Filmemacher aus Freiburg die Gründerszene in den Staaten.

Was macht die Start-Up Szene in den USA so einzigartig? Mit dieser Frage im Gepäck sind fünf junge Unternehmer und Filmemacher, drei davon aus Freiburg, mit einem Camper durch die USA gereist. Vom Silicon Valley, dem Disneyland für Start-Up-Gründer, bis nach New York zur Börse. Also dorthin, wo es nur die erfolgreichsten Start-Ups schaffen. Die Essenz dieser Reise haben die Jungs bei der zweiten Ausgabe von fudders Freiburger Filmnacht vorgestellt: Ihr Film heißt "Starting Up USA".




"Der Film soll eine Motivation sein", sagt Robin Teuffel von der Freiburger Filmproduktion "Image Media" im Gespräch mit BZ-Redakteur Florian Kech. "Macht was!" ist die Message. Im Film selbst erzählen erfolgreiche Gründer in den USA, wie sie es geschafft haben, und warum die Bedingungen für Start-Ups im Silicon Valley so gut sind. Mit dabei etwa Alessio Borgmeyer, Gründer und CEO von Jodel, oder Aditya Agarwal, CTO bei Dropbox und einer der ersten zehn Facebook-Mitarbeiter.

Tinder wollte sich nicht Interviewen lassen

"Aditya Agarwal zum Interview zu bekommen hat uns überrascht, professionelle Medien brauchen dafür Monate, wir haben es in zwei Wochen geschafft", sagt Florian Schmitt, der bei der Freiburger Haufe Group arbeitet und dort für die Startup-Relations zuständig ist. Das hat allerdings nicht bei allen Firmen so reibungslos funktioniert: Zu Tinder und Snapchat wollten sie eigentlich unbedingt, doch diese Firmen sagten ab. "Tinder hat uns nicht geglaubt, dass wir sie richtig darstellen", sagt Florian Schmitt. Das Unternehmen wolle weg von seinem Schmuddelimage.

Und wie sehen die Filmemacher die Start-Up Szene in Freiburg? "Es gibt eine coole Szene hier", sagt Schmitt. "Natürlich ist sie viel kleiner". Bei den anschließenden Fragen aus dem Publikum möchte ein Zuschauer wissen, ob sie denn während ihrer Reise auch Schattenseiten der Branche mitbekommen hätten. "Ich bin schon ziemlich amerikanisiert", sagt Schmitt darauf. Und in Amerika sei es eben normal, immer 100 Prozent im Job zu geben – einen normalen 9 to 5-Job hätten dort die wenigsten.

Viele Start-Ups scheitern

Es sei aber doch so, dass beim Scheitern eines Start-Ups Existenzen drauf gehen. Das sagen die Filmemacher trotz aller Begeisterung für die Szene – in der es allerdings trotzdem eine ganz andere Kultur des Scheiterns gebe als in Deutschland. Scheitern als Chance? Bei der Erfolgsquote von jungen Unternehmen ist diese Einstellung vielleicht zwingend notwendig, etwa 9 von 10 Start-Ups scheitern – auch in den USA.
fudders Freiburger Filmnacht

Die Freiburger Filmnacht ist ein Event für Mitglieder in fudders Club der Freunde. Wir zeigen dabei Filme von Freiburger Filmemachern, die man sonst nicht unbedingt im Kino sehen kann. Die nächste Filmnacht findet bereits im September statt, gezeigt wird die Reise-Doku "Weit.".

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