So lang ist ein durchschnittlicher Penis: 20 Fragen an den Freiburger Dr. Sommer

Dora Volke

Für fudder hat der Freiburger Urologe und Androloge Christian Leiber Fragen rund um Sexualität und Gesundheit beantwortet: Warum sind so viele Menschen mit ihrem Sexualleben unzufrieden und wie lang ist ein durchschnittlicher Penis?

Dr. Christian Leiber ist Urologe und Androloge (das männliche Gegenstück zur Gynäkologie: ein Männerarzt, sozusagen) an der Uniklinik Freiburg und Vorsitzender des Informationszentrums für Sexualität und Gesundheit (ISG) e.V., das 1998 in Freiburg gegründet wurde.


Das ISG stellt Informationen zu Themen im Zusammenhang von Sexualität und Gesundheit zur Verfügung. Es gibt schriftliches Material, Flyer, eine Website, auf der man sich informieren kann und im Forum Fragen stellen. Man kann die Infoline anrufen oder eine E-Mail schreiben – ein persönliches Sprechstunden-Angebot hat der Verein allerdings nicht. Am Telefon beantworten meist keine Ärzte, sondern Studierende oder Menschen im Ruhestand die Fragen.

Dr. Leiber, ist Sexualität auch heute noch ein Tabuthema?

Das hängt sehr vom Alter ab. Jemand, der heute 65 Jahre alt ist und aus einer ländlichen Gegend kommt, für den war es während seiner ganzen Entwicklungsphase völlig undenkbar, darüber zu sprechen. Geschweige denn, da irgendetwas anzufassen. Das ist heute deutlich anders. Es ist immer noch relativ schwierig, auch für jüngere Menschen, konkret über diese Dinge zu sprechen. Das ist das Intimste, was man von sich preisgeben kann. Auch im 21. Jahrhundert, wo man meint, die ganze Welt sei sexualisiert.

Was sind die häufigsten Fragen, die beim ISG gestellt werden?

Wir haben festgestellt, dass sich durch die große Verbreitung von vernünftigen Informationen im Internet – es gibt natürlich auch viel Mist – die Qualität und die Art der Fragen deutlich geändert haben. In den Anfangsjahren gab es viele Verständnisfragen: Was ist Viagra, wie funktioniert das, wie muss ich das einnehmen? Das würde heute niemand mehr fragen. Heute kommen teilweise viel differenziertere Fragen. Erektionsstörungen sind nach wie vor ein großes Thema. Alle Störungen, die mit Sexualität zu tun haben: vorzeitiger oder verzögerter Samenerguss, bei Frauen Luststörungen, Orgasmusstörungen, Welchseljahrsbeschwerden...

Wie alt sind die Hilfesuchenden bei Ihnen im Schnitt?

Dass Jugendliche oder Heranwachsende bei uns anrufen, kommt selten vor. Die suchen sich die Informationen eher im Internet oder laden den Flyer herunter. Das Gros der Leute ist sicher 50 plus. Man muss aber bedenken, dass sehr viele der Sexualstörungen erst in höherem Alter häufig auftreten. Bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 40 sind Sexualstörungen glücklicherweise relativ selten. In jungen Jahren spielt bei Männern manchmal der vorzeitige Samenerguss eine Rolle. Wir wissen, dass das bei einer großen Zahl von Männern angeboren ist. Die haben das und die behalten das, und das wird auch im Alter nicht besser. 90 Prozent von denen kommen innerhalb von 60 Sekunden regelhaft zur Ejakulation. Interessant ist dabei aber auch die Perspektive vieler Partnerinnen.

Inwiefern? Wie gehen die Partnerinnen mit einem vorzeitigen Samenerguss um?

Ich habe bis heute keine vernünftige Erklärung dafür gefunden: Partnerinnen von Männern mit vorzeitigem Samenerguss projizieren alles auf ihr Gegenüber, nach dem Motto: Kann der sich nicht mal richtig anstrengen? Irgendwo nachvollziehbar. So, jetzt sind Sie die Partnerin von einem Mann mit einer Erektionsstörung. Und komischerweise wechselt die Perspektive vollständig. Sie fragen sich jetzt plötzlich: Was mache ich verkehrt? Bin ich nicht mehr attraktiv? Dabei hat der die Erektionsstörung. Sein Penis funktioniert nicht mehr richtig. Das finde ich ganz erstaunlich, dass bei zwei der häufigsten Sexualstörungen bei Männern die Perspektive der Partnerin so unterschiedlich ist.

Auf Ihrer Website schreiben Sie, Untersuchungen hätten gezeigt, dass etwa ein Drittel der Menschen in allen Altersgruppen mit ihrem Sexualleben unzufrieden sind. Woran liegt das?

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen ist es so, dass es vor allem im Internet falsche Vorbilder gibt. Manche Patienten meinen, dass jemand zwei Stunden am Stück mit drei verschiedenen Partnerinnen Verkehr hat und die ganze Zeit die Erektion aufrechterhalten kann, wäre real. Man darf nicht glauben, dass das normal wäre. Außerdem wird suggeriert, dass jede Art von sexuellem Zusammenkommen immer best sex ever sein müsste. Entschuldigung, aber das geht nicht. Der Mensch braucht Abwechslung: Wenn Sie immer nur das Beste haben, dann verliert das sehr schnell seinen Reiz. Und es ist doch auch klar, dass wir nicht immer gleich gut drauf und mal gestresst vom Alltag sind. Viele Patienten beklagen sich: Da komme ich nach einem Arbeitstag nach Hause, bin völlig fertig, und dann will meine Frau noch was von mir?! Da sage ich: Tja, das geht halt nicht! Aber das ist völlig normal.

Sind manche Männer auch aufgrund ihrer Penislänge unzufrieden?

Es gibt das Krankheitsbild der Dysmorphophobie, der Körperwahrnehmungsstörung, und ein Teilaspekt davon ist bei Männern die Penisgröße. Bei vielen Männern, die zu mir kommen und sich die Augen ausheulen, dass ihr Penis viel zu klein ist, messe ich 14 oder 15 cm. Wenn ich den Patienten dann erzähle, dass ich das sehr adäquat und ausreichend finde, kommen diese damit gar nicht klar. Diesen Patienten kann man ganz schlecht helfen, weil die so darauf fixiert sind.

Wie lang ist denn ein durchschnittlicher Penis?

Eine spannende Frage. Es gibt eine schöne Untersuchung von 2015, bei der man den Penis von insgesamt 15.000 Männern gemessen hat. Man kann den Penis im schlaffen Zustand so vermessen, dass man ungefähr die Länge bekommt, die er bei Erektion hat. Dazu muss der Untersucher den Penis packen – relativ beherzt, hinter der Eichel – und in die Länge ziehen. Die Untersuchung kam dann auf einen Durchschnittswert von 13,2 cm beim gestreckten Penis. Das ist die goldene Mitte. Wenn Ihr Penis 11 oder 12 cm lang ist, sind Sie nicht krank. Es kommt auch darauf an, was für ein Mann dahintersteht. Wenn Sie 1,60 m groß sind, dann ist ein 12 cm langer Penis völlig adäquat und wunderbar.

Wie wichtig ist die Penislänge tatsächlich?

Auf die Länge kommt es fast gar nicht an. Außer Sie reden von Extremen. Wenn der Penis weniger als 10 cm lang ist, fangen schon irgendwann ernsthafte Probleme an. Ansonsten ist die Penislänge überhaupt nicht wichtig für sexuelle Befriedigung. Der Durchmesser vielleicht schon mehr. Die meisten Frauen werden sagen: Es kommt auf die Technik an und nicht darauf, wie lang das Ding ist. Im Gegenteil, bei manchen Überlängen kann es vielleicht sogar unangenehm für die Partnerin sein. Abgesehen davon, dass bei diesen Prachtexemplaren das Problem besteht, dass Sie da sehr viel Blut reinpacken müssen, damit der überhaupt richtig rigide wird. Diese Männer haben manchmal schon mit Mitte 40 erhebliche Erektionsstörungen. Weil das einfach nicht mehr reicht. Die Überlänge ist also nicht immer nur von Vorteil.

Laut einer Erhebung des ISG von 2015 wünschen sich 29 Prozent aller Frauen mehr Lust. Wie ist denn das mit der weiblichen Lust?

Sie ist ein bisschen komplizierter als bei Männern. Männer sind da einfacher gestrickt. Bei Frauen spielen das ganze Umfeld, die Stimmung, das Emotionale eine viel größere Rolle. Es gibt dieses berühmte Bild: Sexualität bei Frauen, da sehen Sie ein Gerät mit 30 verschiedenen bunten Birnchen. Und bei Männern, da ist ein rotes Birnchen mit einem An- und Aus-Schalter. Im ISG erleben wir auch häufig, dass gerade im Alter die Wünsche und Erwartungen an Sexualität deutlich differieren. Nach dem klassischen Klischee: Er will immer, sie will nie. Ich werde nie vergessen, da kam eine nette ältere Dame wutentbrannt bei meinem Chef ins Zimmer rein und hat ihn wüst beschimpft, was ihm denn einfiele, ihrem Mann diese blauen Pillen zu verordnen?! Sie wäre Gott froh gewesen, dass das endlich vorbei wäre, und jetzt könnte der wieder! Und wollte auch wieder! Das wäre eine Katastrophe!

Wie gesundheitsschädlich ist die Anti-Baby-Pille wirklich?

Puh, das ist jetzt für einen Urologen eine schwierige Frage! Prinzipiell ist das Gesundheitsrisiko überschaubar. Natürlich gibt es gewisse Risiken, Stichwort Thrombose. Wenn Sie als junge Frau die Pille nehmen und anfangen zu rauchen, dann ist das Risiko, eine Thrombose zu bekommen, schon drastisch erhöht. Und eine Thrombose kann, wenn daraus eine Lungenembolie wird, theoretisch auch tödlich ausgehen. Die Pille für den Mann gibt es eben noch nicht. Daran ist schon intensiv geforscht worden. Die Frage ist auch, ob Männer bereit wären, sich im Sinne der vollständigen Emanzipation selber darum zu kümmern. Viele Frauen legen sehr großen Wert darauf, dass sie das im wahrsten Sinne des Wortes selber in der Hand haben. Denn schwanger werden können halt doch nur die Frauen.

Inwiefern hängen Blasenentzündungen bei Frauen mit dem Geschlechtsverkehr zusammen?

An der äußeren Harnröhrenmündung sind, bei Männern wie bei Frauen, typischerweise Bakterien. Die versuchen immer dahin zu kommen, wo es ihnen besonders gut geht. Die Harnblase ist da wunderbar, denn dort ist es warm und feucht. Frauen sind hier anatomisch benachteiligt, sie haben eine kurze Harnröhre, im Schnitt 3 bis 5 cm lang. Bei Männern ist die Harnröhre im Schnitt 10 bis12 cm lang. Damit können die Bakterien bei Frauen relativ leicht die Blase erreichen. Beim Geschlechtsverkehr werden aber keine Bakterien vom Mann auf die Frau übertragen. Das ist ein klassischer Irrtum, das findet definitiv nicht statt. Es ist nicht so, dass irgendwelche Körperflüssigkeiten vom Mann in den Harntrakt der Frau kommen. Wie soll das auch gehen? Da ist ein Verschlussmechanismus. Aber durch die mechanische Bewegung, die beim Geschlechtsverkehr stattfindet, können die Bakterien einfacher dahin kommen. Deshalb ist es sinnvoll, dass Frauen möglichst zeitnah nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren.

Also hängt meine Blasenentzündung nicht mit dem einen Sexpartner zusammen?

Überhaupt gar nicht, nein. Für die Harnwegsinfektion ist es völlig unerheblich, ob Sie einen Partner haben oder zehn verschiedene. Für andere Erkrankungen spielt das natürlich schon eine große Rolle, das ist klar. Die Häufigkeit von sexuell übertragbaren Krankheiten nimmt aktuell definitiv wieder zu. Wir haben mehr Fälle von Syphilis und anderen Erkrankungen. Hier galt schon früher und muss man auch heute einfach sagen: Kondome schützen.

Woran liegt diese Zunahme von sexuell übertragbaren Krankheiten?

Ich weiß es nicht. Es gibt den Trend, dass das nicht mehr so ernst genommen wird. In der Anfangsphase war die Angst vor einer HIV-Erkrankung extrem groß, da haben sich alle sehr vorsichtig verhalten. Inzwischen nimmt das Gros der Bevölkerung wahr, dass HIV zwar eine schlimme Erkrankung ist, die man aber im Grunde behandeln kann. Stimmt ja auch. Das führt dazu, dass man das nicht mehr ganz so ernst nimmt. Problematisch ist, dass HIV nicht die häufigste sexuell übertragbare Krankheit ist. Eine Chlamydien-Infektion kann bei Frauen zur Verklebung der Eileiter führen, was in der Folge zu Unfruchtbarkeit führen kann. Bei Männern genauso. Dann bekommen wir panikartige Anrufe: Um Gottes Willen, ich hatte ungeschützten Verkehr und da ist jetzt ein roter Pickel, was soll ich machen? Da sagen natürlich unsere Infoliner: Sie müssen sofort zum Arzt gehen.

Die WHO diskutiert, ob sexuelles Wohlbefinden in eine allgemeine Definition von Gesundheit mit integriert werden soll. Halten Sie das für sinnvoll?

Ja, das halte ich für sinnvoll. Ich glaube, Sexualität ist ein ganz wichtiger Bestandteil der allgemeinen Gesundheit. Es gibt ja auch viele Korrelationen, wo Sexualität und Gesundheit direkt ineinandergreifen: Bei Menschen, die schwere Erkrankungen haben, ist oft auch die Sexualität deutlich beeinträchtigt. Bei Frauen nach Brustkrebsoperationen zum Beispiel. Die haben damit unheimlich große Schwierigkeiten, weil sich ihr Körper verändert anfühlt, weil sie sich selber nicht mehr attraktiv finden. Oder Männer mit Prostatakrebs, die operiert wurden und dann eine schwere Erektionsstörung haben. Und umgekehrt ist es so, dass die Risikofaktoren für Erektionsstörungen bei Männern genau die gleichen sind wie die für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenn jemand mit einer Erektionsstörung zu mir kommt, dann muss ich nach allen üblichen Risikofaktoren schauen. Es kann sein, dass der Diabetiker ist und noch nichts davon weiß. Oder eine schwere Fettstoffwechselstörung. Das Rauchen wird er vermutlich wissen – das muss ich ihm aber sagen, dass er das unbedingt bleiben lassen muss, weil es schlecht fürs Herz und schlecht für den Penis ist.

Macht Sex gesund?

Ja. Es gibt eine ganze Reihe von Daten, die das belegen. Menschen, die eine erfüllte Sexualität haben, geht es besser. Es gibt eine ganz schöne Untersuchung von amerikanischen College-Studierenden, deren Immunparameter gemessen wurden. Die regelmäßig sexuell Aktiven hatten ein besseres Immunsystem als die, die wenig Sex hatten. Aber man muss da auch vorsichtig sein, denn die Bedürfnisse sind unterschiedlich. Sexualität ist, wenn es harmonisch stattfindet und erfüllt ist, etwas unheimlich Schönes. Und das tut, glaube ich, jedem Menschen gut. Wenn er das Bedürfnis danach hat.

Wie viel Sex ist gesund?

Das kann man überhaupt nicht definieren. Die Frage wird häufiger an uns herangetragen: Was ist normal? Was ist gesund? Was ist gut? Darauf gibt es keine vernünftige Antwort. Gut ist das, was Ihnen guttut. Ganz einfach.

Wie häufig haben die Deutschen Sex?

Das kommt auf das Alter an. Der Mittelwert für alle Altersgruppen ist, glaube ich, 1,6 Mal pro Woche. Aber da sind dann von 20 bis 80 Jahren sozusagen alle drin. Und es ist natürlich klar, dass beim 80-Jährigen Sex eher ein paar Mal im Monat stattfindet, während es bei den Jüngeren sicher drei oder vier oder fünf Mal in der Woche ist.

Sex mit Prostituierten soll für Pflegebedürftige bezuschusst werden, fordern die Grünen. Können Sie sich Sex auf Rezept vorstellen?

(lacht) Nein, das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Das hängt aber mit anderen Dingen zusammen. Ich glaube nicht, dass dafür im Gesundheitssystem ernsthaft Geld ausgegeben werden wird. Da wären andere Probleme gravierender in unserer alternden Gesellschaft. Das wird ein Privatvergnügen bleiben. Es ist ja jetzt schon so, dass Sie jedwede Medikamente zur Behandlung von Erektionsstörungen selber bezahlen müssen. Warum sollte es dann plötzlich so sein, dass Sex auf Rezept stattfindet?

Wenn Sex gesund macht, würden Sie dann eine ärztliche Sexempfehlung für Singles aussprechen?

Das kann man so nicht sagen. Aber fast alle Menschen haben sexuelle Bedürfnisse. Und wenn ich keinen Partner habe, muss ich überlegen, wie ich mit meinen Bedürfnissen umgehe. Masturbation ist ein geeigneter Weg. Mein Eindruck ist, heutzutage ist das Thema der Selbstbefriedigung einfacher. Das war früher ein vollkommenes Tabuthema. Damals hatten Frauen wahrscheinlich die Vorstellung, dass man ihnen sofort beide Hände abhackt, wenn sie sich da unten anfassen.

Der Leitspruch des ISG lautet "Liebe macht gesund". Wie wichtig ist Liebe für guten Sex?

Liebe ist ein großes Wort. Aber eine erfüllte Beziehung ist sicher die wesentliche Grundlage für erfüllten Sex. Bezahlter Sex kann auch ein gewisses Maß an Befriedigung auslösen, aber es ist unvergleichlich weniger gut, als wenn Sie eine feste Partnerin haben, mit der Sie emotional verbunden sind. Das ist eine ganz andere Ebene. Vor allem auf weiblicher Seite ist es so, dass das Emotionale eine ganz große und wichtige Rolle spielt. Frauen kommen sonst gar nicht richtig in Stimmung und finden sexuelle Aktivität auch gar nicht schön. Erfüllte Sexualität auf weiblicher Seite findet fast ausschließlich in einer Partnerschaft statt.
Was: Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V.
Wie: per E-Mail unter info@isg-info.org, per Telefon unter 0180 / 555 84 84 (0,14€/min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42€/min), immer montags und mittwochs 16-18 Uhr und freitags 10-12 Uhr, oder über die Website: Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit