So klingt Südbaden: The Deadnotes

Laura Wolfert

Früher haben sie in der Grundschule zusammen Musik gemacht – heute geben sie Konzerte in Moskau und St. Petersburg: The Deadnotes sind eine Freiburger Indie-Punk-Band – zu der man am besten Pfefferminzschnaps trinken sollte.

Fudder: Wer ist in Euer Band?

Darius: Jakob, Yannic und ich. Jakob und ich sind 20 Jahre alt und die Stimme der Band. Jakob ist für die tieferen Töne zuständig, ich noch für die Saiten. Yannic ist 21 Jahre alt und spielt am "Kessel".


Fudder: Wann wurde die Band gegründet?

Darius: Die Bande existiert mittlerweile seit über fünf Jahren und ist aus einer ganz normalen Schülerband entstanden.

Wir drei haben uns auf der Freiburger Emil-Thoma-Grundschule kennengelernt. Wir haben schon in der vierten Klasse zusammen gejammt.

Jakob und ich sind zusammen auf das Berthold-Gymnasium. In der achten Klasse wollten wir unbedingt eine Band gründen. Da ist uns wieder eingefallen, dass Yannic in der Grundschule Schlagzeug gespielt hat. Der Kontakt zu ihm hatte sich bis dahin etwas verlaufen – aber wir haben gefragt, ob er wieder Lust hätte, mit uns in einer Band zu spielen. Seitdem sind wir zu dritt.

Wir sind alle in der Wiehre und Littenweiler aufgewachsen und haben bis vor einem Jahr nur fünf Minuten voneinander entfernt gewohnt. Der Proberaum ist der Keller meiner Mutter in Littenweiler. Wir haben sehr nette Nachbarn, die zum Glück noch nie Probleme gemacht haben – aber vielleicht auch etwas schwerhörig sind.

Fudder: Wie seid ihr auf den Namen "deadnotes" gekommen? Es gibt eine bekannte Manga-Serie, die "Deathnotes" heißt…

Darius: Wir werden relativ häufig auf die Manga-Serie angesprochen. Wir kannten sie aber gar nicht, als wir uns so benannt haben. "Deadnote" bezeichnet eigentlich einen Ton bei der Gitarre, der keine genau definierte Tonhöhe besitzt und sehr dumpf klingt. Mit 14 Jahren fanden wir, dass der Name cool klingt – und wir sind immer noch zufrieden.



Fudder: Eure Musik ist eine Mischung aus…

Darius: Geschrei und Intimität

Fudder: Bestätigt ihr das Rocker-Klischee – äußerlich?

Darius: Das entwickelt sich, glaube ich. Wir tragen aber nicht bewusst Rockstar-Klamotten. Wenn manche Leute finden, dass das punkig aussieht – dann ist das okay. Schwarz ist schon eine Lieblingsfarbe - aber nicht nur.

Fudder: Mit welcher Band kann man euch vergleichen?

Darius: The Front Bottom.

Fudder: Wann wirkt Eure Musik am besten?

Darius: Ziemlich egal an welchem Ort – aber live wirkt sie am besten. Wir versuchen, da sehr authentisch zu wirken.

Fudder: Was soll ich mir an der Bar bestellen, wenn ihr ein Konzert spielt?

Darius: Pfeffi. Das ist gut. Das ist Ost-Deutscher Pfefferminzschnaps mit dem man gut Zähne putzen kann. Der schmeckt Mundwasser-mäßig. Den gibt es sicher auch, wenn wir unser Konzert haben.

Fudder: Und was trinkt Ihr auf der Bühne?

Darius: Mittlerweile ganz spießig: nur Wasser. Früher Bier – aber davon muss ich mittlerweile aufstoßen, wenn ich das auf der Bühne trinke.

Fudder: Ihr seid in den fünf Jahren mit Eurer Band viel gereist. Gibt es ein Konzert, an das Ihr Euch noch speziell erinnert?

Darius: Ich kann mich noch an alles erinnern. Wir waren vergangenes Jahr in Russland – das ist eine ganz andere Konzertwelt. Egal welche Musik: Die Leute gehen ab und tanzen. Viele Jungs und Mädchen wollten Autogramme haben. Die besten Shows waren in den größeren Städten, wie Moskau oder St. Petersburg.


Was: The Deadnotes - Insotre Release Show
Wann: Donnerstag, 27. Oktober 2016, 16 Uhr
Wo: Flight 13 Recordstore, Stühlingerstr. 15, Freiburg

Was: The Deadnotes & Special Guests - Album Release Show
Wann: Freitag, 28. Oktober 2016, 20 Uhr
Wo: White Rabbit, Leopoldring 1, 79098 Freiburg