Konzept

Skater sind mit neuem Entwurf für Skateanlage im Dietenbachpark zufrieden

Lilly Schlagnitweit

Es ist ein Beispiel für gelungene Jugendbeteiligung: Basierend auf Ideen aus der Skater-Szene ist ein neuer Entwurf für die Skateanlage im Dietenbachpark entstanden.

Das Planungsbüro hat am Mittwoch das Konzept für die Fertigstellung vorgestellt. Eine hochwertige, spannende Anlage zu gestalten, die ein breites Spektrum von Nutzern anspricht, ob Anfänger oder Profi, Jung oder Alt – so fasste Jan Kliewer vom Büro Skateparkplanung die Grundidee hinter dem Entwurf zusammen.


Gemeinsam mit seinem Kollegen Lennie Burmeister war er ins Haus der Jugend gekommen, um vor etwa 45 Skatern und Skaterinnen ihren Vorschlag für die Fertigstellung der Skateanlage im Dietenbachpark zu präsentieren. Im Dezember hatten sie gemeinsam mit dem Jugendbüro, dem Verein Skateboarding Freiburg und dem Garten- und Tiefbauamt (GuT) schon einmal eingeladen, um Wünsche für die neue Anlage zu sammeln.

Einen Monat hat das Büro nun Zeit gehabt, ein Konzept zu erarbeiten, das möglichst alle zufriedenstellt. Das scheint ihnen gelungen zu sein. Ihr Entwurf sieht unter anderem mehr Platz zwischen den Obstacles (den Hindernissen im Skatepark) vor und einen Pool, also eine Art Skate-Becken. Planer Burmeister erklärte zudem, dass es, sollte man aus finanziellen Gründen Teile des Skateparks priorisieren müssen, im Entwurf Flächen gebe, an denen man noch schrauben könne.

Auch wenn die genaue Ausgestaltung einzelner Elemente des Parks noch diskutiert wurde, fielen die Reaktionen auf den vorgestellten Entwurf sehr positiv aus. "Das Konzept ist super", fand Skater Christopher Pajak und lobte besonders die offene und vielfältige Gestaltung. Auch Miriam Keller freute sich über die Planungen und darüber, "dass es jetzt soweit ist und die Stadt da jetzt was tut".

Gut gelungene Mitbeteiligung der Szene

Die Jugendbeteiligung sei gut gelaufen, fand Merlin Brauns, Vorsitzender von Skateboarding Freiburg. Er sei zufrieden damit, wie die Stadt als Bauherr mit der Szene zusammenarbeite. Der Park sei nicht nur wichtig als eine Trainingsstätte, wie sie jede Sportart braucht. Er sei auch Treffpunkt vieler unterschiedlicher Menschen. Trotz seiner Freude über den Schritt, den die Stadt auf die Szene zugegangen sei: Gemessen am Engagement der Szene lasse die finanzielle Unterstützung noch zu wünschen übrig, so Brauns.

Vergangenes Jahr hatte der Gemeinderat 200 000 Euro für die Fertigstellung des Skateparks bewilligt. Es ist zwar bereits klar, dass der städtische Zuschuss nicht ausreichen wird, aber auch Christina Buchmann vom GuT betonte ihr Interesse daran, den Park jetzt zu vollenden. Bis Ende kommender Woche rechne sie damit, eine exakte Kostenschätzung zu haben, mit der man dann auf die Eugen-Martin-Stiftung zugehen könne, die bereits an der Finanzierung des ersten Bauabschnitts maßgeblich beteiligt gewesen war.

Man könne nichts versprechen und schwer einschätzen, wie viel die Stiftung spenden würde, aber der Plan sei, im April zu wissen, welche Mittel definitiv zur Verfügung stehen. Der Skatepark soll dann noch in diesem Jahr fertig gebaut werden.