Zweiter Bauabschnitt

Skatepark im Dietenbachpark wird früher als erwartet erweitert

Anika Maldacker

Frankfurt, München, Stuttgart – mit diesen Städten ist Freiburg ab Sommer 2019 auf Augenhöhe, zumindest was Skateparks angeht. Die Anlage im Dietenbachpark wird erweitert, um mehr als die doppelte Fläche.

Die Erweiterung kommt früher als erwartet. Der Grund: Das Geld wurde schneller aufgetrieben als gedacht.

830 Quadratmeter misst die Skateanlage im Dietenbachpark aktuell. Insgesamt 3000 Quadratmeter sollen es ab Juli 2019 sein. Halfpipes, Rails, sogar ein Pool wird dort gebaut – ein Paradies für Freiburgs Skaterszene. Und nicht nur für die. Ist die Skateanlage im Dietenbachpark erst einmal fertig gestellt, werde in Freiburg die größte Anlage in Baden-Württemberg stehen, sagt Merlin Brauns vom vor einem Jahr gegründeten Verein Skateboarding Freiburg, der 70 aktive Mitglieder hat. Skatefans aus der ganzen Region und darüber hinaus werde die Anlage anziehen.


Highlight der Erweiterung wird ein Backyard-Pool

Auf 420 000 Euro werden die Ausgaben geschätzt. Zum Vergleich: Der erste Teil der Anlage hatte 175 000 Euro gekostet. Um diese enorme Summe überhaupt stemmen zu können, entschied das Garten- und Tiefbauamt ursprünglich, die Erweiterung in zwei getrennten Planungen abzuarbeiten. Wegen des anstehenden Doppelhaushalts stellte der Gemeinderat jedoch unerwartet 200 000 Euro für die Skateanlage bereit. Die Eugen-Martin Stiftung spendete zusätzlich 100 000 Euro und das Garten- und Tiefbauamt gab noch 120 000 Euro aus dem eigenen Topf dazu, um den Anbau in einem Zug auszuführen.



Zusammen mit Interessierten aus der Skateszene und der Firma Endboss aus Hannover wurde der Entwurf zur Erweiterung angefertigt. Dabei entstand der Plan für einen Skatepark, der Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen fordert. Highlight der Anlage wird der sogenannte Backyard-Pool sein, der nach dem Vorbild amerikanischer Swimmingpools gebaut wird. In solchen Pools wurde das Skating in den 70er-Jahren geboren. Der Pool wird in seiner Form einzigartig in Deutschland sein.

Die Skater wünschen sich noch Beleuchtung

Im September will die Stadt die Erweiterung ausschreiben und hofft, dass sie dafür eines der drei bis fünf spezialisierten Unternehmen gewinnen kann. Denn trotz sorgfältiger Suche nach einer Firma für den ersten Abschnitt traten dort schnell kleine Baumängel wie Risse auf. Einen Wunsch haben die Skater: Beleuchtung. Während sich die BMX-Fahrer daneben noch im Dunkeln austoben können, müssen die Skater abends das Feld räumen. Den Wunsch kennt die Stadt, müsse ihn wegen der Kosten aber hinten anstellen.

Der 2015 eröffnete Skatepark im Dietenbachpark ist das Ergebnis harter Diskussionsarbeit. Unterschriftenaktion, eine elfjährige Diskussion und Standortsuchen gingen dem Spatenstich voraus. 2015 wurde der erste Teil der Anlage eröffnet – und wird überwältigend gut angenommen. "Da fährt man sich ab und zu gegenseitig über die Füße", sagt Merlin Brauns.