Technisches Problem

Sind die neuen Laternen an der Rotteckstrecke ein Sicherheitsrisiko?

Simone Höhl

Keine vier Monate ist die Rottecklinie in Freiburg eröffnet, schon brauchen die Straßenleuchten einen Sicherheitscheck. Weil Teile abfallen könnten, muss sogar nachgerüstet werden.

Die Straßenleuchten entlang der Rotteckringlinie müssen am Donnerstag einem Sicherheitscheck unterzogen und nachgerüstet werden. "Es besteht das Problem, dass sich Teile lösen können", erklärte auf BZ-Nachfrage Yvonne Schweickhardt, Sprecherin des Energieversorgers Badenova.


Die Rottecklinie von der Kronenstraße zum Siegesdenkmal ist vor nicht einmal vier Monaten eröffnet worden. Im Zuge des Rottecktram-Baus waren auch Plätze und Boulevards samt Straßenlaternen modernisiert worden – Gesamtkosten: gut 66 Millionen Euro.

Am Mittwochnachmittag dann teilte Badenova mit, ab dem nächsten Morgen "präventive Befestigungsmaßnahmen an einigen Straßenleuchten durchzuführen". Und zwar im Bereich um die Kronenbrücke, an Werthmannstraße, Rotteck- und Friedrichring bis zum Siegesdenkmal – also quasi entlang der ganzen neuen Rotteckstrecke.

Die Ursache des Problems ist noch unklar

Der Hersteller der Laternen rückt eigens an, um jede einzelne durchzugehen. Der Leuchtkörper ist ummantelt mit verschiedenen Kunststoffteilen und davon könnte sich eines lösen, erklärte Yvonne Schweickardt. Wie groß oder schwer das Teil ist, konnte sie nicht sagen. Der Hersteller soll es jedenfalls besser oder neu fixieren. Noch ist nichts heruntergefallen: Die Unternehmenssprecherin betonte, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme bei den Arbeiten handele, die von 8 bis 20 Uhr abends stattfinden sollen.

Die Ursache des Problems war am Mittwoch noch unklar. Badenova erhofft sich nach dem morgigen Tag eine Aussage des Herstellers, worin das Problem genau besteht und wie er es lösen will. Zu den Kosten gab es noch keine Angaben. Schweickardt zufolge handelt es sich um einen Gewährleistungsfall.