Silentnight: Charleston, Electroswing und Federboas im Waldsee

Marina Korn

Still war die Silentnight ganz und gar nicht: Frauen mit Feder im Haar und um den Hals und Männer mit Zylinder und Gehstock kamen gestern im Waldsee zusammen, um sich von den Klängen des Swing mitreisen zu lassen. Wie's war:



Kronleuchten hängen von der Decke, und an der Wand sind kleine Bildchen angebracht: Charlie Chaplin, Marlene Dietrich und Marilyn Monroe. Die Tanzprofis motivieren die unkundigen Gäste auf der Tanzfläche mit etwas Schritthilfe das Tanzbein zu "swingen". Vor, zurück und hoch das Bein. Der Raum ist voll, wodurch man auch manchem Tritt nicht entkommt.

Der Swing wird vom DJ aufgelegt, und im Takt der Trompeten wirbeln die Paare im Charleston herum. Später am Abend verzichten einige Damen sogar auf die Schuhe, um zum Electroswing im freestyle weiter tanzen zu können.

Draußen Knipst ein Fotograf ein Paar. Sie trägt eine Wasserwellenfrisur, eine lange Perlenkette und ein Charleston-Kleid, er einen schwarzen Anzug. Beide posen mit ernstem Blick für ein nostalgisches Andenken des Abends. Eine Gruppe Mädchen, die sich beim Kostüm nicht so sehr ins Zeug gelegt haben, durchsuchen nun hastig die Accessoires-Truhe, um sich doch noch auf die Schnelle mit glitzerndem Haarschmuck, Fächern und Zigarettenspitzen zu zieren.

Schade, dass den meisten 23 Uhr zu spät zu sein scheint: So beglückt das DJ-Duo The Carlson Two am Ende nurmehr ein kleines Publikum mit seinem Electroswing.

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