Sieg ohne Listenplatz: Elke Gebhardt gewinnt beim Weltcup

Aljoscha Harmsen

Neuigkeiten von der Freiburger Radsportlerin Elke Gebhardt: Beim Weltcup in Kopenhagen hat sie mit ihrem Team die Mannschaftsverfolgung gewonnen - dabei sollte sie ursprünglich gar nicht mitfahren.



Eigentlich sollte Elke Gebhardt (Bild oben rechts) zum Weltcup im Februar in Kopenhagen gar nicht mitkommen. Ihr Trainer hatte sie nicht aufgestellt, weil sie bei der Deutschen Meisterschaft im letzten Jahr nicht überzeugen konnte. Doch das Glück war auf ihrer Seite, denn "völlig überraschend ist eine Kollegin ausgefallen, und der Bundestrainer hat mich gefragt, ob ich mitkommen will", freut sich Elke.


In den drei Tagen des Weltcups musste sie insgesamt sechs Rennen in drei Disziplinen absolvieren. Im Scratch wurde sie neunte, beim Punktefahren erreichte sie Platz vier und die Mannschaftsverfolgung gewann sie mit ihren Kolleginen Alexandra Sontheimer und Verena Jooß. Ärgerlich: Beim Punktefahren war sie punktgleich mit der Drittplatzierten.


"Der Trainer sagte, wenn ich bei der WM mitfahren will, muss ich unter die Top 3 kommen. Leider hat mir das Argument, dass ich punktgleich mit der dritten Siegerin war, nicht weitergeholfen. So muss ich Olympia wohl abhaken", sagt die Sportsoldatin.

Aber kein Grund Trübsal zu blasen, denn mit ihren Kolleginnen Alexandra Sontheimer und Verena Jooß ist sie durch ihren Sieg in der Mannschaftsverfolgung zur Sportlerin des Monats Februar auf rad-net.de nominiert und außerdem bei der Weltmeisterschaft in der Disziplin Mannschaftsverfolgung mit dabei.

Auch, wenn es dieses mal mit den Olympischen Spielen nicht geklappt hat, ist Elke voller Zuversicht: "Nächste mal schaffe ich das, denn ich habe ja immernoch den olympischen Traum."

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