Essen auf Instagram

Sieben kleine Tricks für bessere Food-Insta-Fotos

Carla Bihl

Nur selten sehen Essensfotos auf Instagram so richtig gut aus. Der Kochbuchautor und Food-Styling-Experte Stevan Paul hat für fudder Tipps zusammengestellt, wie es gut klappt.

Stevan Paul ist Profi, wenn es darum geht, dass Essen nicht nur schmeckt, sondern auch gut aussieht: Seine Kochausbildung machte der 50-jährige Hamburger einst bei Sternekoch Albert Bouley und seit zwanzig Jahren produziert und entwickelt er Rezepte und Kochbücher. Auf Instagram ist er natürlich auch (@stevanpaul.de) – deswegen hat Carla Bihl ihn um Tipps für bessere Essensbilder auf Instagram gebeten.


1.Das Licht braucht eine Richtung. Dafür schiebt man den Tisch an ein Fenster mit indirektem Tageslicht – also Licht, das über eine Reflexion entsteht. Dunkle Schatten lassen sich mit weißer Pappe aufhellen.

2. Wenn man das Essen von oben fotografiert, erhebt es das Mahl zu einem Kunstwerk – das haben Wissenschaftler der Neugastronomie herausgefunden.



3. Neue Kreationen skizzieren: Was soll wo auf den Teller? Stimmt das Farbspiel? Wie soll es am Ende wirken: üppig-opulent, rau und natürlich, oder elegant-filigran?

4. Darauf achten, dass nichts ablenkt: helle oder dezent uni-farbene Teller sind die perfekte Leinwand, die die Rezepte zur Geltung kommen lassen. Das Essen ist der Star!

5. Weniger ist mehr, das gilt besonders beim Essen: kleine Portionen, die mittig angerichtet werden, schaffen appetitliche Kompositionen, bei denen man nicht schon vom Hingucken satt ist.

6. Die klare Trennung von Komponenten schafft eine appetitliche "Übersicht", die unterbewusst als angenehm empfunden wird.

7. Verschiedene Toppings aus Nüssen, Parmesan, Kräutern oder anderen kreative Zutaten lassen Gerichte reich und elegant wirken – sie sollten aber immer auch einen geschmacklichen Bezug haben.
Stevan Paul

: Kochen. Brandstätter Verlag, Wien 2019. 408 Seiten, 40 Euro, 32,99 Euro (E-Book).

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