Sexismus-Vorwurf: SC Freiburg distanziert sich von Fan-Banner

Marius Buhl

Die "Natural Born Ultras" des SC Freiburg hissten während des Spiels gegen Leipzig ein Banner. Darauf stand: "Kauft euren Frauen neue Titten und Schuhe, aber lasst mit eurem Geld unseren Fußball in Ruhe!" Das Portal "Sport 1" wertete das Plakat - zu mal am Weltfrauentag gehisst - später als sexistisch. Der SC Freiburg distanziert sich:



"Kauft euren Frauen neue Titten und Schuhe, aber lasst mit eurem Geld unseren Fußball in Ruhe!" So stand es geschrieben, mit weißer Schrift auf einem roten Banner, das die SC-Fans während der zweiten Halbzeit gegen RB Leipzig in die Luft hielten.


Aufgefallen ist das Plakat im Stadion kaum: Zu spannend war das Spiel, zu dicht das Schneetreiben. Die Aufregung war daher anfangs gering - bis das Portal "Sport1" auf das Plakat aufmerksam wurde - und bei SC-Pressesprecher Sascha Glunk anrief.

"Der SC Freiburg distanziert sich als Verein grundsätzlich von jeder Form von Diskriminierung. Das Plakat stellt nicht die Meinung des Vereins dar", sagte Glunk.

"Sport 1" bezeichnete das Banner im Artikel als frauenfeindlichen Angriff, die Reaktionen in den sozialen Medien waren ähnlich.

Die Ultras wollen sich nicht äußern

Hochgehalten haben das Spruchband die Fans der Gruppierung "NBU", die Natural Born Ultras. Auf eine Distanzierung verzichteten die NBUs. Auf Anfrage teilten sie lapidar mit: "Schreibt was ihr wollt. Uns egal."

Die Corrillos, die zweite Ultra-Gruppierung, wollte das Plakat der NBUs inhaltlich lieber gar nicht kommentieren.

Mehr dazu:

[Foto: dpa picture alliance/Montage]