Gesellschaftliche Verantwortung

Senat ruft alle Mitglieder der Freiburger Uni zum Kampf gegen Intoleranz auf

BZ-Redaktion

In seiner Stellungnahme zur gesellschaftlichen Verantwortung wendet sich der Senat der Universität gegen jede Form von Extremismus. Zwei Vorfälle gäben Anlass zur Sorge.

Der Senat der Albert-Ludwigs-Universität appelliert an alle Mitglieder der Uni, jeder Form der Intoleranz entgegenzutreten und mitzuwirken, dass die Hochschule ein Ort der Neugier, Offenheit und Pluralität bleibe. Das geht aus einer Stellungnahme zur gesellschaftlichen Verantwortung hervor, die das 40-köpfige Gremium beschlossen hat, das alle Bereiche der Hochschule repräsentiert.


Sachorientierter Diskurs und Argumente

Der Senat trete "unmissverständlich für Pluralität, Weltoffenheit und Toleranz ein", heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung. Er wende sich gegen jede Form von Intoleranz, Antisemitismus, Extremismus, Fremdenfeindlichkeit, Populismus und Rassismus in allen Bereichen der Universität und verteidige diese als Ort des offenen Austauschs und der mutigen Zukunftsentwürfe.

Zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit gäben Anlass zur Sorge: die gestörte Veranstaltung des Studierendenrats am 5. November, die die rechten Szenen im Südwesten mit Beispielen aus Freiburg thematisieren wollte, sowie die Attacke am selben Tag in einem Freiburger Fitness-Studio, bei der einem Studenten die Kippa vom Kopf gerissen wurde. Die Uni stehe für sachorientierten Diskurs und reagiere auf Provokation mit Argumenten.

Die Grenze der Toleranz sei aber da erreicht, wo Veranstaltungen gestört, Personen attackiert oder Ängste von Menschen instrumentalisiert werden.

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