Semesterticket wird wieder teurer

Anne-Kathrin Weber

Studenten der Freiburger Hochschulen müssen ab dem Wintersemester 2009/2010 für ihr Semesterticket 73 anstatt bisher 69 Euro bezahlen. Der Preis gilt für vorerst zwei Jahre, dann müssen RVF und Studentenwerk erneut verhandeln.



Die Preiserhöhung sei eine Reaktion auf das veränderte Tarifsystem, erklärt Anna Dingler-Mangos, die Leiterin der Geschäftsstelle des Regioverkehrsverband (RVF). Der Preis wird damit an die steigenden Kosten für Dieselgebühren, Löhne und Fahrzeugbeschaffung angepasst. Das Studentenwerk trug in den Verhandlungen dazu bei, dass der Solidarbeitrag bei 19 € bestehen bleibt und die Preissteigerung sich lediglich im Verkaufspreis äußert.


Die Wahrscheinlichkeit, dass der Preis in zwei Jahren wieder fällt, ist gering, weil die rechtlichen Tarife weiter steigen werden.

In einer Pressemitteilung äußerte sich der u-asta Freiburg kritisch über den mangelnden Einfluss studentischer Vertreter auf die Verhandlungen. Man sei zwar zum Sondierungsgespräch eingeladen, aber dort lediglich über die Sachlage informiert worden, so Vorstand Daniel Miehe. Die Preiserhöhung kann er nicht nachvollziehen, weil die Energiekosten aufgrund der Krise im vergangenen Jahr nicht gestiegen, sondern gesunken sind. Außerdem habe man zusätzliche Leistungen erwartet, weil die Annahme des Tickets bei den Stundenten höher ist als bei der Einführung spekuliert wurde.

Der RVF macht darauf aufmerksam, dass Semestertickets in anderen Universitätsstädten in Baden-Württemberg wesentlich teurer sind, in Karlsruhe zahlen Studenten beispielsweise 112,50 €. Festzuhalten bleibt aber auch, dass Freiburger Studenten fürs Semesterticket inzwischen 10 Euro mehr bezahlen müssen als noch vor zwei Jahren.

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