Ende der Bewerbungsfrist

Sechs Bewerber gehen bei der OB-Wahl in Freiburg ins Rennen

Joachim Röderer

Die Bewerber um die OB-Wahl in Freiburg stehen nun fest, am Montag endete die Bewerbungsfrist: Monika Stein, Martin Horn, Manfred Kröber, Stephan Wermter und Anton Behringer fordern Amtsinhaber Dieter Salomon heraus.

Eine Bewerberin und vier Bewerber fordern bei der Oberbürgermeisterwahl am 22. April den Amtsinhaber heraus: Monika Stein, Martin Horn, Manfred Kröber, Stephan Wermter und Anton Behringer gehen gegen Dieter Salomon ins Rennen, der sich um einen dritte Amtszeit bewirbt. Alle fünf Gegenkandidaten haben die notwendigen 250 Unterstützerunterschriften abgegeben. Am Mittwochabend tagt der Wahlausschuss, der dann das Kandidatenfeld noch offiziell bestätigen muss.




Bis 18 Uhr am Montag mussten die Kandidierenden die Unterschriftenlisten einreichen

Am Montagabend um 18 Uhr war Deadline: Bis dahin mussten die Bewerberinnen und Bewerber die nötigen Unterschriftenlisten eingereicht haben. Amtsinhaber Salomon selbst musste als amtierender OB keine Unterschriften vorlegen. Sämtliche Gegenkandidaten hatten ihr Paket schon in der vergangenen Woche geliefert – die Unterschriften hat das Wahlamt bereits geprüft. Die Reihenfolge, mit der sich die Kandidaten auf dem Stimmzettel sortieren, wird ausgelost. Denn Dieter Salomon, Monika Stein, Manfred Kröber und Martin Horn hatten ihre Bewerbung am ersten Tag der Frist zwischen Mitternacht und der Öffnung des Rathauses eingeworfen. Sicher ist bereits, dass Anton Behringer auf Platz 5 und Stephan Wermter auf Platz 6 des Wahlzettels geführt werden.

Das Teilnehmerfeld ist bei der Wahl 2018 damit doppelt so groß wie vor acht Jahren. Damals hatte sich Dieter Salomon gegen den Sozial- und Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD) und gegen den von einem linken Bündnis unterstützten Sozialwissenschaftler Günter Rausch im ersten Wahlgang durchgesetzt. Bei der Wahl am 22. April sind rund 174 000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Erstmals bei einer OB-Wahl dürfen junge Freiburgerinnen und Freiburger ab 16 Jahren abstimmen.

Das sind die Kandidierenden:

  • Dieter Salomon, 57, geboren in Melbourne in Australien, aufgewachsen im Allgäu, amtiert seit 2002 als OB von Freiburg. Der promovierte Politikwissenschaftler war seit 1992 Landtagsabgeordneter und seit dem Jahr 2000 Vorsitzender der grünen Landtagsfraktion in Stuttgart. Salomon wird bei der Wahl wie 2002 und 2010 von den Grünen unterstützt.
    Website: dieter-salomon.de
    Facebook: Dieter Salomon
  • Monika Stein, 48, gebürtige Freiburgerin, arbeitet als Werkrealschullehrerin an der Karlschule. Sie wurde 2004 in den Gemeinderat gewählt – auf der Liste der Grünen, von denen sie sich später abspaltete. Sie gehörte heute im Rat zur Fraktion von Junges Freiburg, Die Partei und Grüne Alternative. Sie wird bei der Wahl von einem Linksbündnis unterstützt.
    Website: oberbuergermeisterin-stein.de
    Facebook: Monika Stein
    Instagram: @obmonikastein
  • Martin Horn, 33, parteilos, stammt aus der Pfalz. Er hat internationale Soziale Arbeit in Ludwigsburg und European World Politics in Bremen studiert. Er arbeitet derzeit als Europa- und Entwicklungskoordinator im Hauptamt der Stadt Sindelfingen. Horns Kandidatur bei der Wahl wird von der Freiburger SPD unterstützt.
    Website: martin-horn.de
    Facebook: Martin Horn
    Instagram: @martinhornfrbg
  • Stephan Wermter, 57, geboren in Freiburg, tritt ebenfalls als parteiloser Kandidat bei der Wahl an. Er wird dem rechten Spektrum zugeordnet. Wermter ist Unternehmer und betreibt im Ortsteil Opfingen [eine Wohnmobilvermietung Fehler in einer veralteten Version, d.Red.] einen Wohnmobilhandel.
    Website: wir-wollen-wermter.de
    Facebook: Stephan Wermter
  • Anton Behringer, 51, ist gebürtiger Freiburger. Der studierte Volkswirt arbeitet seit 20 Jahren selbstständig im Bereich Softwareentwicklung. Behringer ist parteilos.
    Website: anton-behringer.de

Keine Last-Minute-Kandidaten

Es hatten noch vier weitere Kandidaten die Bewerbungsunterlagen abgeholt gehabt, aber letztendlich dann doch keine Unterstützungsunterschriften abgegeben. Kurioses am Rande: Als OB Salomon am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr auf dem Weg zu einem BZ-Interview war, begegnete ihm direkt vor dem Rathaus eine Frau, die ihm nach dem Weg zum Wahlbüro fragte, weil sie, wie sie ihm sagte, sich für die OB-Wahl bewerben wolle. Er erklärte ihr den Weg, die Frau holte die Unterlagen auch ab – und auch kündigte an, die 250 Unterschriften sammeln zu wollen. Sie hat dann aber bis um 18 Uhr nur eine Unterschrift im Rathaus eingereicht.

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