Sea You 2014: Das Line-up im Faktencheck

Bernhard Amelung

Welcher DJ kippt gern Caipisake? Wer studiert Luft- und Raumfahrttechnik? Wer hat schon im New Yorker Guggenheim-Museum gespielt? Der ultimative Faktencheck zum Line-up des neuen "Sea You"-Festivals:



Techno-Jetsetter und DJ-Superstar


Loco Dice: Loco Dice, der eigentlich Yacine Ben Achour heißt, ist wohl der einzige Techno-Disc Jockey, der zusammen mit den Rappern Ice-T und Chuck D von Public Enemy eine Festivalbühne bespielt hat. Das war 2012 auf dem Movement Electronic Music Festival, das in Detroit, der Mutterstadt des Techno, stattfindet.


Diesen Auftritt nennt der Düsseldorfer sein persönliches Highlight, denn angefangen hat er zu Beginn der 1990er Jahre selbst als Rapper und Hip Hop-DJ. Die Leidenschaft für einen ungezähmten, schwarzen Funk hat er sich bis heute bewahrt. Der Groove seiner Sets ist bassbetont, kraftvoll und ganz auf die Tanzfläche zugeschnitten. Web: Loco Dice

Luciano: Geboren 1978 in der Schweizer Kleinstadt Sainte-Croix als Lucien Nicolet, balanciert Luciano seit bald zwanzig Jahren auf dem schmalen Grat zwischen Microhouse und Minimal Techno. Sein Markenzeichen: ein perkussiv-betonter, fluffiger Stil, der ihm als Sohn einer chilenischen Mutter gewissermaßen in die Künstler-DNA geschrieben ist.

Von 1988 bis 2001 lebte er auch in Chiles Hauptstadt Santiago, wo er an der Seite von Martin Schopf (Dandy Jack) und Ricardo Villalobos Partys bestritt. Letzteren bezeichnet er heute noch als seinen Bruder im Groove. Mittlerweile gehört er zu den tonangebenden Disc Jockeys auf der Feierinsel Ibiza. Nach Stationen in den Clubs Ushuaïa, Pacha und Booom, ist er 2014 wieder den Schoß von Sven Väths Cocoon-Familie zurückgekehrt.

Marco Carola: Der Italiener Marco Carola hat eine Schwäche. Sie heißt Caipisake. Limette, Rohrzucker, aufgegossen mit dem japanischen Nationalgetränk Sake. Die Leidenschaft dafür hat der Neapolitaner, Wegbereiter und Vorkämpfer des Minimal Techno in Italien, während seiner zahlreichen DJ-Touren in das Land der aufgehenden Sonne entwickelt. Diese unternahm er oft an der Seite von Richie Hawtin oder Sven Väth.

Mittlerweile hat er sich von beiden Techno-Übervätern emanzipiert, was er - unter anderem - mit "Music On", einer eigenen Clubreihe auf Ibiza, belegt. "This guy is an absolute animal behind the decks", schreibt ein Nutzer auf der Internetplattform discogs.com. Wer ihn schon einmal im Club erlebt hat, kann dies bestätigen.


Richie Hawtin: Ein Elektronikmusiker und Disc Jockey der polarisiert und provoziert: Das ist Richie Hawtin seit jeher. In den ersten 1990er Jahren zeigte er mit seinem Plastikman-Projekt, wieviel sonische Urgewalt man aus ein, zwei analogen Drummaschinen und Synthesizern heraufbeschwören kann. Wer damals zu seinen Auftritten fuhr, wollte durchdrehen, die totale Eskalation.

Es soll Menschen geben, die sich das Plastikman-Logo, ein Alien im Keith Haring-Stil, auf den Rücken, auf die Brust, auf die Arme und die Beine tätowieren ließen. Sie machten ihn - neben Sven Väth - zu einem der ersten Techno-Disc Jockeys, um den sich auch ein Personenkult entwickelte.

Heute, rund zwanzig Jahre später, füllt derselbe Hawtin die berühmte Rotunde des New Yorker Guggenheim-Museums mit einer multimedialen Live-Show, begeistert Feuilleton-Leser und Raver gleichermaßen. Und sein Konzept-Mix "Closer To The Edit", veröffentlicht 2001, ist immer noch wegweisend in Sachen Loop-Kunst und Minimal Techno.


Soul Clap: Aus dunklen, schummerigen Schuppen raus auf die großen Festivalbühnen: Das fasst den DJ-Curriculum von Charles Levine und Eli Goldstein wohl am besten zusammen. Sie kommen beide aus der Ivy League-Stadt Boston und machen seit Mitte der Nullerjahre unter dem Alias Soul Clap auf sich aufmerksam.

Als solches verbinden sie die verrucht-pornöse Stimmung von West Coast-Funk und Disco-B-Seiten mit queerem House der 1990er Jahre, geschult und bewährt am schwarzamerikanischen Party-Institutionen wie dem Club Shelter oder den Body & Soul-Veranstaltungen in New York. Diesen Spirit haben sie auch in's Marcy Hotel getragen, einem dunklen, schummerigen Afterhour- und Bohemien-Schuppen in Brooklyn, dem Ausgangspunkt ihrer Karriere.


Feuilleton- und Raver-Lieblinge

DJ Koze: Stefan Kozalla alias DJ Koze hat Angst, zum Beispiel vor Langstreckenflügen und Flugzeugabstürzen. Ginge es nach ihm, säßen alle Passagiere nackt im Flugzeug, denn ein Flugzeug mit ausschließlich nackten Menschen an Bord könne nicht abstürzen. Das gibt er in Jürgen Teipels Oral History "Mehr als laut" zu Protokoll.

Das zeigt: DJ Koze, 1993 auch Gründungsmitglied der Hip Hop-Band Fischmob, ist eine kauzige Figur im House- und Techno-Zirkus, hinter deren oft schrulligen Humor sich eine hochsensible Künstlerpersönlichkeit verbirgt. Sie fließt ein in so absonderliche und auch so schöne Platten wie "Blume der Nacht", erschienen auf seinem eigenen Label Pampa Records. Dort veröffentlichte er 2013 auch sein Album "Amygdala", einem für Angst und Panik verantwortlichen Teil des Gehirns. Dafür gab's den Echo-Kritikerpreis 2014.

Nina Kraviz: Трип, russisch für Trip: So heißt das Plattenlabel von Nina Kraviz. Sie hat es im Frühjahr 2014 an den Start gebracht. Wie ein Rausch, wie eine Reise - so die deutsche Übersetzung von trip - wirken auch die Sets der Russin, die in der sibirischen Stadt Irkutsk auf die Welt kam. Ende der 1990er Jahre zog sie nach Moskau und studierte Zahnmedizin.

Gleichzeitig ging sie ihrer großen Leidenschaft Tanzmusik nach, legte auf Partys auf, veranstaltete selbst welche und wurde 2006 für ein Stipendium der Red Bull Music Academy in Melbourne ausgewählt. Ihre erste Platte veröffentlichte sie 2009 zusammen mit dem New Yorker DJ Jus-Ed. Sie erschien auf dessen Label Underground Quality.

Dem House-Untergrund treu bleiben, trotzdem zwischen Ibiza und Miami auflegen - diesen Spagat schafft Kraviz heute mit der Leichtigkeit und Grazie einer russischen Ballettänzerin.

Ben Klock: Dort, wo alle Welt feiern gehen will, legt Ben Klock regelmäßig auf: im Club Berghain in Berlin. Zusammen mit Marcel Dettmann (s.u.) hat der Berliner Produzent und Disc Jockey den Sound dieses Clubs mitgeprägt und als nächtlicher Botschafter in die Welt getragen. Kritiker sind bis heute zwiegespaltener Ansicht zu Berghain- oder Ostgut-Clubabenden auf Ibiza oder sonst irgendwo, aber: Die rohe Kraft der Drums, die magische Lyrik der Basslines, die Klock an den Decks verbindet, klingt überall gut.

Was die wenigsten wissen: Klock wollte als junger Kerl immer Jazzpianist werden. Die strukturelle Grundlage dazu hat er sich in den vergangenen Jahren mit Stücken auf BPitch Control und Ostgut Ton gelegt. Dort zeigt er, wie man alles Überflüssige weglässt, ein wichtiges Momentum auch im Jazz.

Marcel Dettmann: Die Stadt Berlin, der Club Berghain und der Plattenladen Hardwax sind drei Konstanten in Marcel Dettmanns Leben. Im Berlin der frühen 1990er Jahre geht der Disc Jockey und Produzent, geboren im brandenburgischen Fürstenwalde, seine ersten Schritte im Techno-Untergrund. Im Berghain, seit seiner Eröffnung 2004 ein Fixpunkt der Techno-Szene, hält er eine Residendy, eine feste Spielzeit.

Am liebsten spielt er dort die letzte Schicht, die nicht selten von der Dämmerung bis zum Anbrechen des neuen Tages geht. Acht, neun, hin und wieder sogar elf Stunden - je länger, desto besser. Dann nämlich ist sein Publikum auch reif für seine musikalischen Wurzeln, New Wave, Synthpop, unterkühlten EBM von Bands wie Front242 und Nitzer Ebb

Als Produzent veröffentlicht er auf hochgeschätzten Plattenlabel wie Music Man und Ostgut Ton. Dort erschienen auch seine beiden Alben "Dettmann" und "Dettmann 2" - zwei Musterbeispiele für die markante Schlichtheit des Techno.

 

Young Guns - Aufsteiger und Überflieger

Lexer: Melt!, Fusion und Nachtdigital gehören nach den Leserinnen und Lesern der Musikmagazine Groove und de:bug zu den besten Open-Air-Veranstaltungen für elektronische Tanzmusik. Auf der Fusion ging 2013 auch der Stern von Lexer auf, der eigentlich Alexander Wittig heißt.

Der Mittzwanziger, geboren in Bad Lausick bei Leipzig, spielte sich mit seinem DJ-Set in die Herzen von tausenden Festivalbesuchern - und das ohne nennenswerte Veröffentlichung im Gepäck. Das liegt mit Sicherheit an seinem Geheimrezept: Folk- und Pop-Songs mit lässigen House-Grooves und zarter Percussion zu verbinden.

Oliver Schories: Oliver Schories gehört zu den aktuellen Shooting-Stars der deutschen House- und Techno-Szene. Geboren im niedersächsischen Scheeßel, ging er zum Studieren nach Bremen, lebt und arbeitet heute aber in Hamburg.

Seit 2010 veröffentlicht Schories, der im Club mittlerweile bevorzugt Live-Sets spielt, seine eigene Musik. Sein Künstlerportfolio umfasst mittlerweile über 50 Stücke, Vinylmaxis und digitale EPs. Dass er's auch auf der Langdistanz kann, hat er in den vergangenen zwei Jahren mit den Alben "Herzensangelegenheit" (2012) und "Exit" (2013) bewiesen. Sein Markenzeichen: Ein tiefschürfender, schwergewichtiger House-Groove voller Spannung und Dramatik.


Robin Schulz: Einmal Pharell Williams von Platz 1 der deutschen Single-Charts verdrängen? Robin Schulz weiß, wie das geht. Der 26 Jahre alte Disc Jockey hat das Kunststück mit seinem Remix des Mr. Probz-Songs "Waves" fertig gebracht. Damit hat er die Tür zum Popuniversum weit aufgestoßen. Seine DJ- und Live-Sets leben von gefühlvollen Melodien und verträumten Beats, Basslines verpackt er in weiche Harmonien. Kein Wunder, bekommen seine Stücke mittlerweile auch im Mainstream-Radio viel Airplay.

Konstantin Sibold: Secret Weapons, auf Deutsch Geheimwaffen, sind Musikstücke, die einen ganz besonderen Zauber auf eine Tanzfläche streuen. Das müssen keine Hands-up-Hymnen sein, sie müssen auch nicht immer passen. Jedoch an der richtigen Stelle eingesetzt, entwickeln sie eine enorme Durchschlagskraft.

Der Stuttgarter Konstantin Sibold hat eine solche produziert: "Madeleine". Dieses Stück war lange Zeit eine Geheimwaffe in den DJ-Sets von Dixon und Kristian von Âme. Im Winter 2013 erschien es dann endlich auf deren Plattenlabel Innervisions. So geadelt, stand Konstantin Sibold der Weg offen für für DJ-Sets in der Panoramabar auf dem Amsterdam Dance Event oder dem Nuits Sonores Festival in Lyon.

Bereits in den Jahren davor sich der 27-Jährige in seiner Heimatstadt einen Namen gemacht - zusammen mit Leif Müller als Common Sense People. Wenn er nicht gerade im Studio an neuen Stücken und Remixen feilt oder zwischen Lissabon und Warschau auflegt, studiert er Luft- und Raumfahrttechnik.


Düster, dreckig und hart

Chris Liebing: Linden bei Gießen: In diesem hessischen Kleinstadtidyll ist Chris Liebing aufgewachsen, wohlbehütet und sicher abgeschirmt von allen Verlockungen eines rauschhaften Stadtlebens. In einem Video-Feature des Onlinemagazins Resident Advisor geht der Disc Jockey und Produzent der Frage nach, was in ihm die Faszination für das Dunkle, Düstere und Harte der elektronischen Musik ausgelöst hat. Antworten darauf findet er in Erinnerungen an die Plattensammlung seines älteren Bruders, ein leidenschaftlicher Sammler von New Wave, New Romantic, Industrial, Synthpop und den ersten EBM-Platten der frühen 1980er Jahre.

Diese Sounds legte Liebing anfangs in Straßenunterführungen, schmuddeligen Bars und Hinterzimmern dubioser Tennisclubs auf, später eröffnete er mit dem "Spin Club" seinen eigenen Club und war Resident im - heute - legendären Kasseler Aufschwung Ost/Stammheim. Heute zählt er mit seinem eigenen Label CLR Records zu den weltweit bekanntesten Vertretern eines rohen Technosounds, dessen staubtrockener Groove die Tänzer gnadenlos in Richtung Hypnose vorantreibt.

Drumcell: Drumcell heißt eigentlich Moe Espinosa, lebt in Los Angeles und wurde unweit der kalifornischen Megalopolis im San Gabriel Valley geboren. Dort, in Pasadena, befindet sich das Jet Propulsion Laboratory, das sich dem Thema Antriebstechnik und Beschleunigung verschrieben hat und Satelliten und Raumsonden für die NASA baut. Die Schubkraft von Trägerraketen besitzen auch die Stücke und Sets des kalifornischen Produzenten.

Zusammen mit David Flores (Truncate/Audio Injection) und Vidal & Vangelis Vargas (Raíz) bildet er den Kern des Droid Behaviour-Teams bildet. Das richtet seit Mitte der Nullerjahre Partys mit Gästen vom Format eines Speedy J, Surgeon oder Marcel Dettmann in Los Angeles aus. 2013 veröffentlichte Drumcell, der ein Liebhaber und Sammler analoger Soundmaschinen ist, sein Debütalbum auf Chris Liebings Plattenlabel CLR.

Matador: Es waren Richie Hawtins Konzeptmix "Closer To The Edit" und "World Service" von Dave Clark, die in Gavin Lynch alias Matador die Faszination für Techno ausgelöst haben. Heute gehört der gebürtige Ire selbst zum Künstlerstamm von Richie Hawtins Label M_nus. Dort besticht er mit einer filigranen Groovearbeit und subtilen Klangflächen, anders als in seinen Live-Sets. Diese sind explosiv und energiegeladen.

Extrawelt: "Schöne Neue Extrawelt" klingt wie der zweite Teil von Aldous Huxleys Roman "Schöne neue Welt", ist aber der Titel von Arne Schaffhausens und Wayan Raabes Debütalbum. Veröffentlicht haben es die beiden Hamburger Produzenten unter ihrem Pseudonym Extrawelt. Erschienen ist es auf Sven Väths Plattenlabel Cocoon Recordings und zielt unmittelbar auf die Tanzfläche.

Dort fühlen sich ihre tieffrequenten Basswellen und stampfenden Kickdrums, eingebettet in atmosphärische Instrumentalparts, am wohlsten. In dieselbe musikalische Kerbe schlägt auch das Folgealbum "In Aufruhr", das nicht ganz unschuldig daran ist, dass Schaffhausen und Raabe in Südbaden gern gesehene Gäste sind. Ihr vielleicht bester und schönster Track ist allerdings immer noch "Soopertrack" aus dem Jahr 2005. Border Community-Trance.

 

Verträumt, melodisch, jazzig filigran, immer perkussiv

Adriatique: Adrian Shala und Adrian Schweizer könnten eineiige Zwilllinge sein, wenn man ihre musikalische DNA betrachtet. Ihre Doppelhelix besteht jeweils zur Hälfte aus treibend-pumpenden House-Pattern und poppig melodiösen Elementen.

Mit diesen haben sie sich auch ins Herz des Hamburgers Solomun gespielt, auf dessen Label Diynamic Records sie mittlerweile veröffentlichen, so zum Beispiel die Platte "Lophobia" im Herbst 2013. An der Seite von Solomun spielten sie unter anderem auch beim Sankeys-Opening auf Ibiza. Und, ja, beide lassen sich am Mischpult unterscheiden: Der eine Adrian hat schwarze Haare, der andere Adrian ist blond.


Andhim: "Quetschkommode", "Like A Wirsing" und "The Wizard Of Us": Die Platten von Simon Haehnel und Tobias Müller, besser bekannt als Andhim, tragen eigenwillige Titel. Auch die Musik des Kölner-Berliner Elektronik-Duos klingt bunt, verspielt und nach rheinischem Frohsinn.

Pop, Rhythm and Blues und Indierock behandeln Haehnel und Müller mit ironischer Liebenswürdigkeit. Sie schneiden einzelne Samples aus Liedern aus. Mal extrahieren sie nur den Bass, mal verwenden sie kurze Tonfolgen oder ein paar Takte einer Melodie, die sie mit Effekten verfremden und mit treibenden Tech-House-Grooves vermengen. Diese Persiflagen präsentieren sie in ihren DJ-Sets stets mit einem Augenzwinkern.

Animal Trainer: Wieder ein Duo, wieder Schweizer: Adrian Wöllhaf und Samuel Gmür alias Adrian Flavour und Samy Jackson sind Animal Trainer. Seit vielen Jahren mischen mit ihren Sets das Züricher Nachtleben auf, vor allem im UG-Club und seinem Nachfolger Hive.

Dem Hive-Club sind sie bis heute treu geblieben. Ihre Partyreihe "Rakete" richten sie seit nunmehr acht Jahren aus. In diesem Frühjahr bekamen sie bei den Swiss Nightlife Awards den Preis für die beste Partyserie. Mittlerweile führen sie auch das dem Club angeschlossene Plattenlabel Hive Audio.

Damit nicht genug: Mit "Wide" haben sie im Frühjahr 2014 ihrr Debütalbum veröffentlicht. Erschienen ist es auf Stil vor Talent..


Pillow Talk: 92 Jahre alt wird sie in diesem Jahr: Die große Doris Day, Gesicht und Figur der 1950er Jahre. Für ihre Rolle als Innenarchitektin Jan Morrow in der fluffigen Sex-Komödie "Bettgeflüster" (1959) wurde sie für einen Oscar nominiert - ihre einzige Nominierung in ihrer Jahrzehnte dauernden Karriere. Trotzdem bleibt sie unsterblich.

Ein musikalisches Bettgeflüster, auf englisch "Pillow Talk", liefern auch Sammy D, Ryan Williams und Michael Tello ab, die seit einigen Jahren unter dem Namen auftreten. Sie kommen aus dem Lower Height Disctrict von San Francisco, und bewegen sich in ihren Sets zwischen sonnenhellen Melodien und dunklen, perkussiven Grooves.

Ihre Stücke erscheinen auf Wolf + Lamb, Life & Death und Kompakt. Zuletzt erschien ihr Debütalbum unter dem Titel "Je Ne Sais Quoi". Disco. House. Französisch. Mehr Hipster geht nicht.

Robert Dietz: Der Frankfurter Robert Dietz ist so etwas wie eine Allzweckwaffe unter den Disc Jockeys und Produzenten. Seine Platten passen in die Sammlung eines jeden House- und Techno-DJs, machen zu jeder Tages- oder Nachtzeit eine gute Figur, genauso wie er selbst. Ob im intimen Robert Johnson in Offenbach oder auf der großen Ibizenker Weltbühne: Überall bewegt er sich mit eindrucksvoller Leichtigkeit.

 

Stammspieler in Südbaden

In Südbaden ist's wunderschön. Das Markgräflerland, Tuniberg und Kaiserstuhl, Freiburg, der Hochschwarzwald, die Schweiz und das Elsass sind nicht weit. Das ist vielleicht ein Mitgrund, warum Adam Port und Rampa vom Plattenlabel keinemusik, die Hamburger Moonbootica, Lexy & K-Paul sowie Oliver Koletzki & Fran so oft in der Region auftreten. Sie kommen, um sich vom Feierstress zwischen Berlin, Barcelona und Buenos Aires zu erholen. Wie dem auch sei: Ohne sie läuft nichts auf Festivals und Großveranstaltungen in Südbaden, auch nicht auf der Sea You 2014.    

Mehr dazu:

Was: Sea You 2014.
Wann: Samstag, 19. und Sonntag, 20. Juli 2014, jeweils ab 12 Uhr. Aftershow-Party im Klangraum am Sonntag, 20. Juli 2014, ab 22 Uhr.
Wo: Tunisee.
[Fotos: DJ Koze - Kompakt Promo; Nina Kraviz - Mercredi Production; Soul Clap - Tim Jones; Loco Dice - Promo]